MediaCampus – Beginn der Usability Testphase zur neuen Projektdatenbank

MediaCampus – Beginn der Usability Testphase zur neuen Projektdatenbank

12. Apr

Erfreulicherweise habe ich das erste Mal einen Zeitplan für die neue Projektdatenbank erstellt, bei dem es so aussieht, als würden wir ihn einhalten können. Die Arbeiten an den Funktionen der Datenbank sind soweit abgeschlossen, ein paar kleine Fehler müssen noch behoben werden, dann kann die Anwendung in Betrieb gehen.

Betrieb bedeutet zunächst, dass sie vom Entwicklungsserver auf das Echtsystem umzieht, um dort unter realen Bedingungen getestet zu werden. Einige Mitglieder des MediaCampus-Teams haben sich gemeldet, um einen Usability-Test durchzuführen. Die Tester kennen die Anforderungen, waren aber bei der Entwicklung der Anwendung nicht beteiligt und sind deshalb gut für objektive Tests geeignet.

Geplant sind 3-5 Labortests und 3-5 Tests, welche die Tester von ihrem eigenen PC aus durchführen. Dazu erhalten alle ein PDF-Dokument mit 10 Aufgaben, die sie lösen und dazu ein Rating sowie Auffälligkeiten notieren müssen. Bei der Formulierung habe ich versucht, die Aufgaben möglichst offen zu stellen, um keine zu konkreten Arbeitsschritte vorzugeben. Nur so können Fehler beim Bedienkonzept überhaupt zutage geführt werden. Ein Beispiel:

Bearbeite Dein Projekt. Gehe hierfür zu Deinen Projekten und ändere die URL, unter der das Projekt zu finden ist in http://www.example.com. Speichere das Projekt und überprüfe Deine Änderung.

Dieser Frage kann der Nutzer entnehmen, dass es eine Funktion gibt, Projekte zu bearbeiten, dabei nur auf die eigenen Projekte zuzugreifen sowie, dass es eine URL gibt, die zu einem Projekt gehört. Aus der Frage geht jedoch nicht hervor, wie diese Aufgabe konkret zu lösen ist.
Der Nutzer versucht sich nun an der Lösung und bewertet sein eigenes vorankommen mithilfe eines Ratings:

  • n/p – no problem, kein Problem
  • 1 – kleinere Inkonsistenz, Ästhetik
  • 2 – unkritisches Problem (führt zu moderater Verunsicherung oder Irritation des Nutzers)
  • 3 – ernsthaftes Problem (hohe Priorität zur Behebung, Benutzung kann zu gravierenden Fehlern des Nutzers führen)
  • 4 – massives Problem (“showstopper”)

Wird eine Aufgabe mit einer Ziffer bewertet, muss die Antwort um eine Erläuterung des Problems ergänzt werden.

Aus den Testergebnissen erhoffe ich mir Erkenntnisse über Inkonsistenzen bei der Nutzerführung. Ziel bei der Entwicklung der Anwendung war es stets, allen Nutzerzielgruppen die Arbeit mit der Datenbank so einfach wie möglich zu machen. Ob das Konzept aufgegangen ist, wird der Test zeigen.

Nachdem die Tests abgeschlossen und eventuelle Fehler behoben wurden, kann die Datenbank in den Livebetrieb geschaltet werden. Als Termin ist hierfür der 3. Mai 2010 geplant.

Ich, der Hilfswissenschaftler

Ich, der Hilfswissenschaftler

12. Mrz

Letztes Semester (Wintersemester 09/10) bekam ich einen HiWi-Job an unserem Institut angeboten. Der Job gehört zum Anwendungsbereich “Innovatives Wissensmanagement in Organisationen” und besteht im Wesentlichen aus dem First-Level-Support für die eingesetzte Social Media-Plattform IBM Lotus Connections. Außerdem war ein Gastvortrag sowie die partielle inhaltliche Planung des Seminars vorgesehen.

Das Angebot schien mir reizvoll und ich willigte sofort ein. Etwa zehn Stunden monatlich sollte der Job in Anspruch nehmen – das ist ein überschaubarer Zusatzaufwand und zugleich erhalte ich eine Reihe von interessanten Einblicken. IBM brachte ich bislang eigentlich nicht mit Social Media in Verbindung, umso interessanter ist es zu sehen, was einer der “alten Hasen” unter einer Social Media-Lösung für Intranets versteht.

Los ging es im Oktober 2009 mit zwei IBM-Mitarbeitern, die an die TU Ilmenau reisten, um Server und Software einzurichten. Ich sollte von Beginn an dabei sein, um auch die technische Infrastruktur zu verstehen. Versuchen zu verstehen, sollte man sagen. Denn die Verstrickung der einzelnen Elemente ist derart kompliziert, dass ich mich mit dem Verstehen wirklich schwer tue. IBM hat sich einen unverständlichen Wulst aus eigenen Serverapplikationen gebastelt, der die Plattform fast erstickt. Schlanke Softwareentwicklung schien kein Punkt im Pflichtenheft zu sein. Das zeigt sich vor allem durch die zwei hochgezüchteten Server, die nicht ausreichen eine Last von <50 gleichzeitigen Nutzern Stand zu halten. Ständige Systemausfälle und notwendige Reboots (durch den Hiwi ;-) ) sind die Folge.

Seit dem läuft das System und meine Aufgaben sind die Einrichtung von Nutzeraccounts sowie der gelegentliche Neustart einzelner Elemente oder des gesamten Systems.

Im Januar folgte der Gastvortrag im Seminar, in dem ich gemeinsam mit Jan M. Rechlitz über meinen Social Media-Werdegang berichtete. Manchmal ist es notwendig, sich außerhalb der Uni eine eigene Basis zu schaffen, um Interessen intensiver verfolgen zu können. Aus diesem Grund bat mich Seminarleiter Marcel Kirchner zusätzlich um die Vorstellung der Social Media Schmiede, die unter anderem den genannten Zweck erfüllt. Vielleicht hat es ja den einen oder anderen Studierenden inspiriert?

Im kommenden Sommersemester wird der Anwendungsbereich fortgesetzt. Die Studierenden werden Use Cases für Lotus Connections entwickeln und auch mein verlängerter Arbeitsvertrag flatterte vor ein paar Tagen ins Haus. Neben den paar Euro Taschengeld bringt mir dieser Job vor allem Kontakt zu einem der größten IT-Dienstleister weltweit, den Einblick in eine sonst kostenpflichtige Social Media Plattform, ein wenig technische Erfahrung sowie die Möglichkeit schon während des Studiums ein mal auf die Seite des Dozenten zu wechseln. Ich bin gespannt und werde berichten.

MediaCampus – die Arbeit des Strategieressorts

MediaCampus – die Arbeit des Strategieressorts

22. Jan

Im Oktober 2009 rief ich das neue MediaCampus-Ressort Strategie ins Leben. Wir sind seit dem zu dritt und arbeiten gemeinsam an der strategischen Ausrichtung der Initiative. Die erste Aufgabe war, den bisherigen thematischen Schwerpunkt, die Medienprojekte, zu verlassen und sich auf andere Themen zu konzentrieren. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor.

mediacampus-logo-blueDie Vermittlung von Projektmitarbeitern finde ich nach wie vor hoch spannend und verfolge die Möglichkeiten dies zu unterstützen mir Argusaugen. Nur stellt sich leider die Entwicklung der Online-Projektdatenbank als äußerst schwer heraus. Unser Schwerpunkt muss verlagert werden, um die Entwicklung der Initiative nicht zu sehr zum Stocken zu bringen.

Ein erster Ansatz sind Events zu verschiedenen Themen. Dass mich das Thema Social Media stark interessiert ist nicht zu verkennen. Deshalb habe ich mich sehr gerne an Marcel gehängt, der im Anwendungsbereich „Innovatives Wissensmanagement in Organisationen“ im Dezember und Januar mehrere Gastreferenten eingeladen hatte, die sich erfreulicherweise auch abends noch für eine gemütliche Plauschrunde zur Verfügung stellten. Diese Veranstaltungen laufen mittlerweile unter dem Titel „Social Media Stammtisch – sprich mit Profis!“ und findet ca. alle zwei Wochen in der Grillstube der TU Ilmenau statt. Die Aufgabe von MediaCampus ist vor allem, die Events unter den Studierenden bekannt zu machen.

Der erste Stammtisch fand kurz vor Weihnachten 2009 statt war mäßig besucht. Anwesend waren zwei Mitarbeiter der Telekom Ausbildung, die allerdings einen hervorragenden Beitrag zu einer spannenden Diskussion über den Sinn derzeitiger eLearning-Systeme lieferten. Dem Thema habe ich mich vor kurzem in der Social Media Schmiede noch mal gewidmet.

Am kommenden Donnerstag wird der vorerst letzte Gast aus Marcels Anwendungsbereich den Social Media Stammtisch bereichern. Danach ist es die Sache des Ressorts, weitere Gäste davon zu überzeugen, für spannende Diskussionen in der Ilmenauer Grillstube anzureisen.

Zwei weitere Events haben wir neben den Stammtischen bislang veranstaltet bzw. dran teilgenommen. Zum einen hatten wir einen Stand auf dem Vereinachtsmarkt des StuRa im Dezember 2009. Die Resonanz war schlecht, im wesentlichen waren es nur die Vereinsmitglieder, die sich gegenseitig besuchten. Dennoch war es gut, als MediaCampus in der Campus-Vereinslandschaft Präsenz zu zeigen. Eine Berichterstattung wurde im MC-Blog veröffentlicht.

Das zweite Event war ein Diskussionsforum zum Thema „Medienrecht in der Praxis“, welches am 20. Januar 2010 stattfand. Wir wollten Interessierten die Möglichkeit bieten, sich über die rechtlichen „Regeln“ und Gefahren bei der Verwendung von Medien zu informieren und dies bewusst in kleinerer Diskussionsrunde abhalten. Adressaten der Werbung waren vor allem Vereinsmitglieder und Projektleiter. Doch zeigten sich diese leider gar nicht. Das Bewusstsein für die Risiken im Internet ist offenbar bei vielen nicht vorhanden. Dennoch hatten wir eine interessante Diskussionsrunde mit sieben Personen und werden die weitere Veranstaltungen dieser Art organisieren.

MediaCampus – Projektdatenbank Infoupdate

MediaCampus – Projektdatenbank Infoupdate

22. Jan

Die Ambitionen sind nach wie vor hoch, der Fortschritt leider noch nicht weit genug. Das Großprojekt „MediaCampus Projektdatenbank“ beschäftigt mich noch immer stark, denn eine konkreter Termin für finale Version ist leider immer noch nicht in Sicht. Dennoch geht‘s voran.

mediacampus-logo-blueOktober 2009 startete ich eine Offensive, um die Entwicklung der Software voran zu bringen. Unser größtes Problem ist, geeignete Studenten zu finden, welche das Datenbankinterface weiter programmieren. Unser einziger Programmierer, Martin, gab irgendwann zu verstehen, dass er als Informatikstudent zwar über das nötige Knowhow verfüge aber sein einziger Benefit die Referenz sei. Deshalb könne es nicht sein, dass er ganz allein an der Software arbeite. Ich stimmt ihm zu – eine nette Umgebung anderer MediaCampus-Programmierer wäre mir auch lieber. Aber leider fruchtete bislang keine Aktion. Ich schickte Teammitglieder in Informatiker-Vorlesungen, um für das Projekt zu werben, sprach Informatiker direkt an. Leider keine Reaktion.

Ende Oktober 2009 initiierte ich dann eine neue Programmierumgebung mit dem Dienst demobereich und warb damit. Die neue professionelle Entwicklungsumgebung sollte eigentlich Programmierern ermöglichen, sich sporadisch um einzelne Aufgaben der Datenbank zu kümmern. Martin gefiel‘s! Aber leider lockte auch diese Gegebenheit niemanden an. So langsam bin ich mit meinem Latein am Ende.

In der Zwischenzeit hat sich Martin noch mal an die Datenbank gemacht und gründlich „aufgeräumt“, um auch aus der technischen Sicht für weitere Programmierer eine gute Basis zu schaffen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, nur fehlen leider immer noch ein paar wichtige Features, um die Datenbank live gehen zu lassen. Unter anderem fehlt noch eine gut funktionierende Schlagwortverwaltung, um Projekte sinnvoll kategorisieren zu können.

Wir arbeiten nun seit über einem Jahr mit der alten Datenbank. Und eines habe ich daraus vor allem gelernt: Sobald die Software an nur einer Stelle zu kompliziert ist, schreckt dies die Nutzer ab. Deshalb steht für mich an oberster Stelle, die neue Version so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Das Einpflegen und verwalten von Projekten soll einfach sein und sich an Usability-Standards orientieren.

Jüngst meldete sich ein Mitarbeiter aus unserem Institut, Informatiker, dass er gerne bereit wäre, die Initiative durch sein Knowhow zu unterstützten. Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass diese Verstärkung den nötigen Kick bringt, um die Datenbank endlich online gehen zu lassen. Wir Medienstudierenden hätten etwas mehr Organisastion bei den Projekten so nötig!

MediaCampus – Elektronische Dokumente, Begleitstudium, neues Strategie-Ressort

MediaCampus – Elektronische Dokumente, Begleitstudium, neues Strategie-Ressort

20. Okt

Es bleibt alles anders bei MediaCampus. Stets auf der Suche nach Erfolg und Akzeptanz der Projektidee bin ich für Neues zu haben, probiere viel aus. Ich wurde von Dozenten zur Praxisbeteiligung von Studierenden an einem Fach gebeten und bitter enttäuscht, wir haben vier neue Teammitglieder für die Ressorts PR und Strategie erhalten. Letzteres Ressort ist neu, erstere haben den ersten Fehltritt verursacht. Unser Baby, die Datenbank ist und bleibt eine never ending story und MediaCampus wird nun Partner eines groß angelegten Pilotprojektes am Institut.

Partnerschaft im Fach „Elektronische Dokumente“

Anfang des Wintersemesters 08/09 kam ein Dozent des Instituts mit einer Bitte auf mich zu. Er brauche noch praxisnahe Projekte, die seine Studierenden im Rahmen des Faches „Elektronische Dokumente“ umsetzen könnten. Des guten Willen wegen und mit der Hoffnung ein brauchbares Ergebnis zu erhalten, stimmte ich zu und bot die Entwicklung eines Corporate Design Leitfadens für MediaCampus an. Die Idee wurde angenommen und den Studierenden angeboten. Über die Teilergebnisse berichtete ich bereits.

Leider war die Bitte der einzige Kontakt, den ich im Rahmen des Faches zu dem Dozenten hatte. Ich, bzw. alle Mitarbeiter von MediaCampus wurden ins kalte Wasser gestoßen, Agenden oder auch nur kurze Briefings gab es nicht.

Mit dem letzten Semester endete das Projekt. Leider lief die Abschlussphase völlig aus dem Ruder. Die Teams hatten sich zum Teil nicht an Abmachungen gehalten und anstatt uns, den Anweisungen des Dozenten gefolgt – soweit nachvollziehbar, schließlich geht es auch um die Benotung. Dem Ganzen die Krone aufsetzten tat der Dozent indem er uns über seine Entscheidungen und Anweisungen nicht informierte. Das hieß für uns schlussendlich, dass wir keinen brauchbaren Corporate Design Leitfaden für MediaCampus haben und für mich persönlich, dass ich für fast nichts sehr viel Zeit in die Betreuung von acht Studierenden gesteckt habe. In einer zweifelhaften Aussprache konnte ich mir noch eine Reihe Vorwürfe anhören. Ich fühle mich veräppelt von Anfang bis Ende alleine gelassen und habe meinen Teil gelernt.

Das Begleitstudium

Zum Glück gibt es am Institut auch Projekte, die sich um ihre Partner kümmern. In den letzten Monaten wurde u.a. von Marcel Kirchner ein an der Uni Augsburg bereits etabliertes Modell entwickelt, nachdem sich Studierende ihre ehrenamtliche Arbeit in campusnahen Vereinen mit Creditpoints anrechnen lassen können, genannt Begleitstudium. Bislang ist dieses Pilotprojekt auf den Studiengang AMW beschränkt. Weil die Vermittlung von Studierenden zu Vereinen und umgekehrt, die Besetzung von freien Stellen in Vereinen, unterstützt werden muss, bot sich MediaCampus von vorn herein als Partner an. Zunächst soll mit der neuen Projektdatenbank sowie „händisch“ auf die Vereine aufmerksam gemacht werden und beiden Seiten die Vorzüge des Begleitstudiums schmackhaft gemacht werden.

MediaCampus wurde von Anfang an in das Projekt mit einbezogen und hat stets die Möglichkeit den Ablauf des Projekts mit zu gestaltet und Ideen einfließen zu lassen. Im Rahmen des Begleitstudiums wird das PR-Ressort im November eine „Initiativenstraße“ (Arbeitstitel) anbieten, in der sich alle Vereine einen Tag lang selbst präsentieren und um Studierende werben können.

Neues Ressort: Strategie

Das Problem, Idee und Relevanz von MediaCampus nicht ausreichend mit Substanz unterfüttern zu können und der Wunsch, die Initiative nachhaltig zu gestalten, rief bei mir schon vor längerem den Wunsch hervor, ein Ressort für strategische Aufgaben einzurichten. Auf eine Ausschreibung gegen Ende des Sommersemesters 2009 meldeten sich einige Interessierte, wovon letztendlich zwei Personen übrig blieben: Marianne Weinhold (Medienwirtschaft, Matrikel 07) und Philipp Reinhart (Angewandte Medienwissenschaft, Matrikel 08). In einem ersten Treffen machten die beiden einen sehr kompetenten und motivierten Eindruck. Mich freut besonders nun auch AMW-ferne Verstärkung im Team zu haben, um somit MediaCampus auch in den anderen Medienstudiengängen mehr etablieren zu können.

Die erste Aufgabe der beiden wird sein, eine strategische Kommunikationsbasis für das Begleitstudium zu entwickeln. Wie und wo wird der Kontakt mit der Vereinen protokolliert, welche Aufgaben übernimmt MediaCampus und wie sieht der „After Sales Support“ aus.

Eine weitere Aufgabe betrifft das Feld Workshops. Ich stelle mir vor, dass MediaCampus in Zukunft eine Reihe an Workshops und Diskussionsforen organisieren wird, die für Projektleiter und -mitarbeiter relevant sind. Beispielhafte Themen sind Medienrecht oder Social Media Relations.