SocialMediaCamp – SocialMedia Monitoring Tools

SocialMediaCamp – SocialMedia Monitoring Tools

25. Jun

Lgo_SMC2009

Erste Session ist durch: Social Media Monitoring von @stefanHH. Wie ist der Status Quo, was gibt es für Tools?

Tools gibt es massig. Und vor allem unterscheiden sich die Tools alle recht wenig voneinander. Sie tun im Grunde das gleiche: Das (soziale) Web crawlen auf der Suche nach Meinungen zu bestimmten Keywords. Bessere Tools können Stimmungen erkennen und Reports aufwändig und übersichtlich darstellen.

Eine Liste an Tools

kostenlos oder freemium

Technorati, Google Blog Search, Twingly, Social Mention Search, Filtrbox, Addict-to-matic, StepRep

kostenpflichtig

trackur, Scoutlabs, radian 6 (ein sehr ausgereiftes Tool), Techrigy SM 2 (gutes, umfangreiches Tool, bedarf eine gewisse Einarbeitungsphase, recht teuer, funktionier nicht gut für DE), Synthesio (FR), Infegy Socialradar, BlueReport (CH), cloudtracker (noch im alpha-Stadium, DE)

Kollaboratives brainstorming – mind42.com

Kollaboratives brainstorming – mind42.com

01. Feb

mind42logoIch möchte Euch heute ein Online-Tool vorstellen, welches ermöglicht kollaborativ mit ein paar Freunden eine Mind Map zu erstellen, ohne dass man dabei in einem Zimmer sitzen muss: mind42.com. Das Tool ist eine browser-basiert, und unterscheidet sich vor allem in einem Punkt von den vielen weiteren Angeboten im Netz: Es ist vollkommen kostenlos. 

Die Nutzung setzt die Registrierung eines Benutzers voraus, und das wäre auch gleich der erste Kritikpunkt. Eine tiny URL zur Mindmap, ähnlich wie bei Scribblar, wäre besser. Hat man sich einmal registriert und die Bestätigungsmail abgewartet genügt ein Klick auf “Launch Mind42″ und es kann losgehen mit dem brainstormen. Was sich einem präsentiert ist ein rein XHTML-basiertes Userinterface mit selbsterklärender Bedienund. Die nahe liegende Annahme, dass es sich damit auch über das iPhone bedienen ließe, trifft allerdings nicht zu – schade. 

Mind42 Übersicht

Mitdenker lädt man über dessen Mailadresse ein. Der Eingeladene muss sich dann ebenfalls registrieren, um mitarbeiten zu können. Hat man sich zusammengerauft, kann man in Echtzeit zusehen, wie die anderen an der Map arbeiten, d.h. Knoten hinzufügen, die Formatierung ändern oder zu beliebigen Punkten URLs, Bilder oder ganze Dokumente hinzufügen. Wenn die Teilnehmer einen GoogleTalk-Account ihr eigene nennen, können sie diesen nutzen, um untereinander Textnachrichten auszutauschen.

Um die Zusammenarbeit web 2.0-typisch auf die Spitze zu treiben, lässt sich das Projekt auf Wunsch veröffentlichen, um andere Leute mitdenken zu lassen. Ähnlich, wie brainr, nur mit aufwendigerer Optik. 

Mind42 ist eine runde Sache und auch an eine Weiterarbeit nach den kreativen Momenten haben die Macher gedacht. Sie bieten nämlich eine sehr vorbildliche import/export-Funktion. Unterstützt werden derzeit unterschiedliche Grafikformate, Mindjet MindManager (XML) und Freemind.

Fazit:

Mind42 ist ein sehr brauchbares und kostenloses Tool, um kollaborativ zu brainstormen. Der Funktionsumfang ist gerade so, wie man ihn sich wünscht und die Exportieren-Funktion top! Alle Änderungen können die Mitdenker in Echtzeit verfolgen und ggf. selbst ergänzen. Kleiner Kritikpunkt: Die notwendige Registrierung. Sie könnte man auf einen nachgelagerten Zeitpunkt verschieben, wenn man das Projekt tatsächlich schließen und wieder aufrufen können möchte. Wünschenswert für die Zukunft: Eine mobile Darstellung für das iPhone oder eine entsprechende App.

mite. in neuer Version

mite. in neuer Version

15. Jul

Vor kurzem berichtete ich vom Zeiterfassungstool mite. Heute haben die Macher eine neue Version des Zeiterfassungstools gelauncht. Nach meinen ersten Eindrücken ist der Relaunch überaus gelungen. Die neuen Features im Überblick.

  • neue Oberfläche: Schick und nach wie vor einfach zu bedienen
  • Kalendernavigation bei der Zeiterfassung (praktisch zum nachträglichen Zeit eintragen)
  • Archivierung von Kunden, Projekten und Aufgaben (ein tolles Feature! Sorgt endlich für mehr Ordnung)

Mit dem Relaunch ist auch die kostenlose Phase des Tools vorbei. Pro User fallen von nun an 5 EUR pro Monat an. Den offiziellen Blog zum Relaunch gibts direkt hier.

eLearning-Plattform Moodle ohne Datenschutzrisiko nutzen

eLearning-Plattform Moodle ohne Datenschutzrisiko nutzen

30. Mai

eLearning ist eine feine Sache. Man spart sich viele Wege, lernt in seinem eigenen Tempo, kann Passagen überspringen, die einen nicht interessieren oder einfach Begriffe nachschlagen ohne dass während dessen der Vortrag weiter läuft. Nur scheinen sich manche Entwickler solcher eLearning-Plattformen der durchaus wichtigen Datenschutzdebatten bislang entzogen haben. Anders lässt es sich nicht erklären, warum die Entwickler der Plattform Moodle ein Reportingtool programmiert haben, welches Statistiken über Kurse nicht anonym, sondern personenbezogen erstellt. Im Klartext: Moodle protokolliert jeden Klick jedes einzelnen Benutzers: Kursbesuch, Forumaktivität, Profiländerungen usw. Dies ist so nicht hinnehmbar.

Z. B. das Thüringer Datenschutzgesetz (ThürDSG) erlaubt, personenbezogene Daten zu erheben und zu verarbeiten, wenn es zur rechtmäßigen Aufgabenerfüllung der Universität in der Ausbildung von Studenten dient (§§ 19 und 20 ThürDSG). Doch leuchtet in diesem Fall die Notwendigkeit der personenbezogenen Daten in keiner Weise ein. Eine einfache Statistik würde völlig ausreichen. Deshalb an dieser Stelle eine Kurzanleitung, wie man sich in Moodle anonymisiert.

  1. Ziel ist es, ein Rauschen zu erzeugen. Das heißt, die Daten der Statistik so zu manipulieren, dass sie letztendlich keinen Aufschluss über einzelne Personen zulassen. Dazu ist es sinnvoll, dass sich alle Teilnehmer einer Moodle-Plattform den gleichen Namen geben.
  2. Einloggen bei Moodle mit Benutzernamen und Passwort
  3. In der oberen rechten Webseiten-Ecke auf den eigenen Namen klicken. Man kommt nun zu seinem Profil
  4. Auf Profil bearbeiten klicken
  5. Wir wollen uns alle Susanne Lehmann nennen. Dies unter Vor- bzw. Nachname eintragen
  6. Als eMail-Adresse eignet sich immer hervorragend bla@aol.com – sucht Euch irgendeine beliebige eMail-Adresse aus
  7. Unter Ort kann der Ort der Uni stehen bleiben. Das ist ja kein Geheimnis
  8. Bei der Beschreibung reicht die Eingabe eines Leerzeichens
  9. Nach unten scrollen und auf Profil aktualisieren klicken

Das war’s. Jetzt kann niemand mehr Rückschlüsse auf Dich ziehen. Im Forum kannst Du selbstverständlich weiterhin posten. Natürlich jetzt unter neuem Namen.

Noch was: Moodle bietet keine Möglichkeit das eigene Profil automatisch zu löschen. Wenn Du Dein Profil gelöscht haben möchtest, musst Du dazu eine Mail an den Administrator schicken.

bemite. Zeiterfassung in einfach

bemite. Zeiterfassung in einfach

22. Feb

mite. LogoZeiterfassung ist ein leidiges oder ein sehr erquickendes Thema, je nach Sichtweise. Jedenfalls bedarf konsequente Zeiterfassung einer gewissen Selbstdisziplin – vergisst man einmal seinen Stundenzettel zu schreiben, ist es später meistens schwierig sich zu erinnern, wie lang man genau an welchem Projekt gearbeitet hat. Aber auch als nicht-Freelancer oder Selbständiger ist es mal interessant zu wissen, wie lang man eigentlich effektiv an einem Projekt gesessen hat. Bekommt man zu einem späteren Zeitpunkt eine Angebotsanfrage, hat man eine Basis, auf der man sein Honorar kalkulieren kann. In den Zeiten des modernen Internets ist die Zeiterfassung mit Excel vorbei. Da gibt’s besseres. Ich möchte mite. vorstellen.

2006 starteten Julia Soergel und Sebastian Munz mit dem Online-Zeiterfassungstool mite. und hatten sich eine klare Marschrichtung vorgegeben: Eine exzellente Anwendung, die von den Usern begeistert genutzt und von den Entwicklern begeistert entwickelt wird. Das Tool ist auf dem besten Weg dahin.

Projekte anlegen in mite.Das Besondere an mite.: es ist in der Funktion umfassend, dabei in der Bedienung aber nicht komplex. Die Zielgruppe sind Freelancer und kleine Agenturen, dementsprechend ist der Funktionsumfang ausgerichtet.

Zu aller erst legt man sich ein Hauptbenutzerkonto an, in dem der Agenturname, der persönliche Name und eine E-Mailadresse hinterlegt werden. Dann kann es schon losgehen. Die Zeiterfassung erfolgt stets nach der Hierarchie Kunde -> Projekt -> Aufgabe -> Zeit. Einen Kunden legt man einmalig an, wobei der Kunde nur aus Name und wahlweise einer Notiz besteht. Völlig ausreichend. Im der nächsten Ansicht legt man ein Projekt an und teilt es einem Kunden zu. Wahlweise legt man ein Stundenbudget fest, welches man für dieses Projekt kalkuliert hat. Das war’s schon.

Legt man mit einer Aufgabe los, wählt man unter “Zeiten” ein Projekt aus, fügt wahlweise eine spezielle Aufgabe hinzu und klickt auf “Erstellen”. Nun läuft eine Stoppuhr los, die solange die Zeit nimmt, bis man wieder auf die Stoppuhr klickt. Die Website kann man zwischenzeitlich freilich schließen. Anschließend wird die Aufgabe automatisch mit der gestoppten Zeit zu den Reports gelegt. Möchte man ein Zeit nachträglich erfassen, trägt man diese in Stunden und Minuten einfach neben dem Kunden ein; die Stoppuhr wird in diesem Fall nicht gestartet.

Reports in mite.Die nächste tolle Eigenschaft ist die Reporting-Funktion, die einem die erfassten Zeiten darstellt. Entweder in der Übersicht aller Projekte oder runtergebrochen bis auf einen einzelnen Tag/einzelnes Projekt. An diese Stelle gibt es einen kleinen Kritikpunkt: Die Druck-Funktion druckt die Seite direkt aus dem Browser heraus. Die Menüleiste wird zwar nicht mitgedruckt aber (zumindest unter Firefox) leider auch nicht die netten Grafiken. Hier wäre die Ausgabe als PDF-Dokument vielleicht sinnvoller.

Noch ein Wort zur Benutzerverwaltung.
Man hat die Möglichkeit, neue Benutzer hinzuzufügen, die einen eigenen Zugang erhalten. Als Hauptbenutzer bestimmt man, ob der neue Benutzer auf alle oder nur einzelne Projekte zugreifen können soll. Das ist natürlich sinnvoll, wenn man mit einem weiteren Freelancer an einzelnen Projekten zusammen arbeitet.

Fazit

Mir gefällt vor allen Dingen die wirklich einfache Handhabung und selbsterklärende Benutzerführung. mite. ist ein sehr brauchbares Zeiterfassungstool. Die Oberfläche ist nach modernen web2.0-Standards designed, bietet eine Menge AJAX-Funktionen, um mit dem Tool schnell arbeiten zu können. Dazu bietet mite. alle notwendigen Funktionen, die man als kleine Agentur oder Freelancer braucht. Dabei sollte es auch bleiben.
Was mir fehlt, sind eine Exportfunktion der Reports als PDF-Dokument. Ein nice-to-have wäre noch eine Möglichkeit die Oberfläche farblich etwas anzupassen. Ich hätte das Tool gerne in den Farben von frischr :-)

Prädikat: empfehlenswert