Kollaboratives brainstorming – mind42.com

Kollaboratives brainstorming – mind42.com

01. Feb

mind42logoIch möchte Euch heute ein Online-Tool vorstellen, welches ermöglicht kollaborativ mit ein paar Freunden eine Mind Map zu erstellen, ohne dass man dabei in einem Zimmer sitzen muss: mind42.com. Das Tool ist eine browser-basiert, und unterscheidet sich vor allem in einem Punkt von den vielen weiteren Angeboten im Netz: Es ist vollkommen kostenlos. 

Die Nutzung setzt die Registrierung eines Benutzers voraus, und das wäre auch gleich der erste Kritikpunkt. Eine tiny URL zur Mindmap, ähnlich wie bei Scribblar, wäre besser. Hat man sich einmal registriert und die Bestätigungsmail abgewartet genügt ein Klick auf “Launch Mind42″ und es kann losgehen mit dem brainstormen. Was sich einem präsentiert ist ein rein XHTML-basiertes Userinterface mit selbsterklärender Bedienund. Die nahe liegende Annahme, dass es sich damit auch über das iPhone bedienen ließe, trifft allerdings nicht zu – schade. 

Mind42 Übersicht

Mitdenker lädt man über dessen Mailadresse ein. Der Eingeladene muss sich dann ebenfalls registrieren, um mitarbeiten zu können. Hat man sich zusammengerauft, kann man in Echtzeit zusehen, wie die anderen an der Map arbeiten, d.h. Knoten hinzufügen, die Formatierung ändern oder zu beliebigen Punkten URLs, Bilder oder ganze Dokumente hinzufügen. Wenn die Teilnehmer einen GoogleTalk-Account ihr eigene nennen, können sie diesen nutzen, um untereinander Textnachrichten auszutauschen.

Um die Zusammenarbeit web 2.0-typisch auf die Spitze zu treiben, lässt sich das Projekt auf Wunsch veröffentlichen, um andere Leute mitdenken zu lassen. Ähnlich, wie brainr, nur mit aufwendigerer Optik. 

Mind42 ist eine runde Sache und auch an eine Weiterarbeit nach den kreativen Momenten haben die Macher gedacht. Sie bieten nämlich eine sehr vorbildliche import/export-Funktion. Unterstützt werden derzeit unterschiedliche Grafikformate, Mindjet MindManager (XML) und Freemind.

Fazit:

Mind42 ist ein sehr brauchbares und kostenloses Tool, um kollaborativ zu brainstormen. Der Funktionsumfang ist gerade so, wie man ihn sich wünscht und die Exportieren-Funktion top! Alle Änderungen können die Mitdenker in Echtzeit verfolgen und ggf. selbst ergänzen. Kleiner Kritikpunkt: Die notwendige Registrierung. Sie könnte man auf einen nachgelagerten Zeitpunkt verschieben, wenn man das Projekt tatsächlich schließen und wieder aufrufen können möchte. Wünschenswert für die Zukunft: Eine mobile Darstellung für das iPhone oder eine entsprechende App.

Drei Tipps für Quellen von Gratis-Fonts

Drei Tipps für Quellen von Gratis-Fonts

17. Jan

Wie war das? Typografie ist wie schlechte Luft. Erst wenn sie schlecht ist, merkt es jeder. Ach ja. Tun wir was dagegen. Benutzen wir im neuen Jahr einfach mal vielfältig Schriftarten in unseren Designs. Hier drei Linktipps für Quellen hervorragender Typo, die zudem auch noch völlig frei verwendet werden darf. 

Onlinedruckereien – das Für und Wider

Onlinedruckereien – das Für und Wider

04. Nov

Man darf glaube ich mit recht behaupten, dass der Markt an Offset-Druckereien in Deutschland gesättigt ist. Seit einigen Jahren spalten sich deshalb des Überlebens wegen die Druckereien in zwei Lager. Zum einen die Qualitäts- und Individualdruckereien und auf der anderen Seite die Onlinedruckereien für Massenmedien. Gerade die letztere Spezie gerät immer wieder in Kritik, mit ihrer agressiven Preispolitik den Markt kaputt zu machen. Aber letztendlich ist es, wie in vielen anderen Branchen auch. Wer bei zunehmender Anzahl von Mitbewerbern am Markt bestehen will, muss sich entwickeln und ein Alleinstellungsmerkmal bieten. Der neueste Schrei sind dabei eben jene Onlinedruckereien, die neben einigen mehr oder weniger nützlichen Tools zur Gestaltung vor allem über den Preis versuchen, sich am Markt zu behaupten.

Nun, wie kann man in dem sensiblen und teuren Handwerk Offsetdruck solche günstige Preise anbieten? Auch hier bedienen sich die Druckereien wieder einem klassischen volkswirtschaftlichen Prinzip der Massenproduktion. Die Methode ist einfach: Im Offsetdruck wird auf großen Druckbögen gedruckt (von 35cm × 50cm bis 162cm × 224cm). Mit einer kleinen Auflage Visitenkarten eines einzelnen Kunden ist so ein Druckbogen natürlich nicht optimal ausgefüllt. Es werden deshalb mehrere Kundenaufträge gesammelt. Dabei gibt es generell zwei Methoden: Zum einen der Eigendruck, wo tatsächlich hinter der „Sammelstelle“ in Form eines Onlineportals eine Druckerei mit eigenen Maschinen steckt und ausreichend Auftragseingänge hat, um die Maschinen auszulasten. Als zweites gibt es den Fremddruck, bei dem Aufträge lediglich entgegengenommen werden und an Partnerdruckereien verteilt werden.

Bei beiden Methoden werden die gesammelten Aufträge auf einem Druckbogen gesammelt bis dieser voll ist. Anschließend findet die Belichtung und der Druck statt. Im nächsten Arbeitsschritt wird der bedruckte Bogen zerschnitten und die Aufträge wieder voneinander getrennt und versandt. Fertig.

Das klingt soweit alles prima. Nur haben Onlinedruckereien auch einige Nachteile.

  • Der größte Nachteil ist die unmögliche individuelle Justierung der Druckmaschine für jeden Auftrag, wie es eigentlich üblich ist. Die Maschine wird zwangsläufig auf ein Mittelmaß justiert, mit dem alle einzelnen Druckjobs einigermaßen leben können. Das heißt jedoch im Umkehrschluss, dass jeder einzelne Job nicht optimal justiert wurde und Farbabweichungen unausweichlich sind. Meistens sind diese jedoch so marginal, dass sie vom Laien gar nicht wahrgenommen werden.
  • Der nächste Nachteil ist die hohe Automatisierung des PrePress-Verfahrens. Das heißt, um wirklich günstige Preise zu bekommen, werden alle Arbeitsschritte vor dem eigentlichen Druck weitestgehend automatisiert – etwaige Fehler in den gelieferten Druckdaten werden nicht erkannt. Und es gibt vieles, was man bei der Erstellung eines PDF-Dokuments falsch machen kann1.
  • Ein weiterer großer Nachteil ist die häufig nicht mögliche Individualisierung des Drucks, was die Weiterverarbeitung und/oder Veredelung angeht. Weil besondere Wünsche bei z.B. der Nutung den Standardprozess aufhalten würden, werden sie häufig gar nicht erst angeboten.

Auch, wenn das die konventionellen Druckereien nicht gerne hören, gibt es einige Onlinedruckereien, die zu den absoluten Preisführern gehören und trotzdem eine gute bis sehr gute Qualität abliefern. Neben der Qualität der Ausdrucke ist jedoch auch der Support wichtig. In unserer Agentur haben wir täglich mit vielen Druckereien zu tun und für Standardjobs arbeiten wir auch mit Onlinedruckereien zusammen. Über die letzten Jahre haben wir mit einigen Onlinedruckereien Erfahrungen gesammelt, die ich hier nun einmal zusammenfassen werde.

Angebots-
sprektrum
Standard Lieferzeit Eigen-
druck?
Druckqualität insgesamt Daten-
kontrolle?
Support Sonstiges
Cyberhafen Sehr groß 10 Tage Ja Gut mit vereinzelten Ausrutschern Keine Telefonisch: knapp, unfreundlich. Per Mail: meistens keine Antwort Digitaldruck möglich
Flyerpilot Groß 7 Tage Ja Sehr gut Keine Gut Digitaldruck möglich
karree-media Klein 10 Tage Nein Sehr gut Keine Per Mail UV-Druck möglich
Laserline Sehr groß 7 Tage Ja Sehr gut Standard-
kontrolle
Per Mail, telefonisch, per Formular Digitaldruck möglich
print24 Sehr groß 7 Tage Ja Sehr gut Standard-
kontrolle
Ausführlich möglich, kompetente Beratung Sehr ordentlicher Arbeitsprozess von Datenannahme, über Produktion bis Versand.Bietet attraktives Wiederverkäuferprogramm an
Printpool klein 14 Tage Ja Wenig Erfahrungen Ja Telefonisch, per Mail Selbst ernannte Öko-Druckerei
xeio Groß 10 Tage Nein Gut Keine Telefonisch, per Mail Papierqualität schwankt

Alle Angaben in der obigen Tabelle beruhen auf unseren Erfahrungen. Die von den Druckereien angebenen Qualitäten sind meistens nur ein Aushängeschild. In wie weit die Mitarbeiter dann wirklich in der Lage sind, eine Druckplatte korrekt zu justieren geht daraus schließlich leider nicht hervor.


1Hierzu empfehle ich den Cleverprinting Ratgeber 2008 (kostenloser Download http://www.cleverprinting.de/ratgeber2008.html)

Foto by biewoef

Tipps zur musikalischen Arbeitsuntermalung

Tipps zur musikalischen Arbeitsuntermalung

05. Mai

Heute mal ein paar Empfehlungen für Musik, die beim Bügeln nicht stört. Und beim Arbeiten mitunter die Kreativität anregt. Selbstverständlich alles kostenlos und frei empfänglich. Voraussetzung: Internet, ein Paar Boxen, wahlweise Kopfhörer. Die Bewertung ist meine persönliche Meinung.

  • Lounge-Radio.com rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gif
    Lounge, Downtempo, Chillout, House, minimal Electro
    Ein Internetradio, das ausschließlich Musik spielt und bislang auf Werbung verzichtet. Ausgenommen ganz vereinzelte Eigenwerbung. Wird aus der Schweiz gesendet (wie so viele Webradios). Häufige “Special Shows” von Gast-DJs, die wiederum zum Erweitern der persönlichen Playlist animieren.
    iTunes-Stream (128kbit)
    Winamp-Stream (128kbit)
    Winamp-Stream (64kbit, AAC+)
  • #Musik.Lounge rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    Ambient, (Nu)Jazz, Downtempo, Latin, Chillout
    Gesprochen: “Raute-Musik Lounge”. Ebenfalls ein Internetradio. Von und mit Bernd Niedergesäß, der ursprünglich das Webradio radio42 betrieb. Aus lizenzrechtlichen Gründen wechselte das Programm vor einigen Jahren zu #Musik, ist inhaltlich aber ziemlich gleich geblieben. Durch den Wechsel und für die Finanzierung der Streams mit gelegentlicher Werbung. Die ist ansich nicht so schlimm, würde sie sich nicht ständig wiederholen. Leider ist der Stream nicht der stabilste aber wenn man Glück hat, macht das Zuhören Spaß.
    iTunes-Stream (128kbit)
    Winamp-Stream (128 kbit)
    Winamp-Stream (64kbit AAC+)
  • XTC-Radio rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gif
    Electro, House, Deep House, Trance, Minimal Electro
    Sicherlich ein etwas “härterer” Sender mit vielen elektronischen Beats. Jedoch nicht übertrieben hart und geeignet für alle Lautstärken. Häufig Gast-DJs mit speziellem Programm. Ich habe durch das Programm schon einige sehr gute Interpreten kennen gelernt, die ihre Musik auch kostenlos im Netz anbieten. Einzige Kritikpunkte: Das Programm wiederholt sich nach einigen Tagen und der Stream ist manchmal etwas inkonsistent. Dennoch 5 Sterne.
    Winamp-Stream (128kbit)
  • Kontempo Loungesessions via play.fm rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    Electronica, Techno, Electrotech, Ambient, Lounge
    Tschuegge J. Buchs hat bis vor etwa einem Jahr in Wochenabständen über 50 Lounge-Sessions kreiert und diese online zur Verfügung gestellt. Via play.fm (Registrierung leider erforderlich) kann man sich diese Stream anhören. Natürlich auch in Winamp, iTunes & Co. Auf play.fm sind die Playlists verfügbar. Wegen der Registrierungsprozedur gibt’s einen Stern Abzug. Aber wenn man sich die Streams einmal gebookmarkt hat, braucht man die Website nicht mehr ansurfen.
  • Hardjet Playground Podcast rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    Electronica, Techno, Electrotech, Ambient, Lounge
    Wie der Name schon sagt, eigentlich ein Podcast. Bisher gibt es sieben Episoden, die jede für sich wirklich was Besonderes geworden ist. Es macht viel Spaß, diese Zusammenschnitte mehr oder minder bekannter Titel zu hören. Der Podcast kommt komplett ohne Werbung und gesprochenes Wort aus.
  • Caley Martins Global Music Collaboration rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    House, Deep Hous, Electronic
    Caley Martin bietet seine Mixes zu eletronischer Musik als Stream oder Download an. Thematisch passt er am Besten zum XTC-Radio. Manche Streams sind etwas langatmig. Generell jedoch sehr gute unterschwellige Musik mit luftigen Beats zum kreativen Arbeiten.