Farbprofilkonvertierung in Photoshop
06. NovÖffnet man in Photoshop eine Datei, die ein anderes Farbprofil hat, als die eingestellte Arbeitsumgebung, meldet dies das Programm und bietet einige Optionen an, wie mit dem Bild umzugehen ist. 
Welche Option die jeweils richtige ist, hat sich wieder einmal Cleveprinting (Herausgeber des kostenlosen PrePress-Handbuchs) angenommen. Herausgekommen ist eine Tabelle mit Hinweisen auf die richtigen Einstellungen, herunterzuladen als kostenloses PDF im DIN A3-Format.
[via Pixelgalerie]
Onlinedruckereien – das Für und Wider
04. NovMan darf glaube ich mit recht behaupten, dass der Markt an Offset-Druckereien in Deutschland gesättigt ist. Seit einigen Jahren spalten sich deshalb des Überlebens wegen die Druckereien in zwei Lager. Zum einen die Qualitäts- und Individualdruckereien und auf der anderen Seite die Onlinedruckereien für Massenmedien. Gerade die letztere Spezie gerät immer wieder in Kritik, mit ihrer agressiven Preispolitik den Markt kaputt zu machen. Aber letztendlich ist es, wie in vielen anderen Branchen auch. Wer bei zunehmender Anzahl von Mitbewerbern am Markt bestehen will, muss sich entwickeln und ein Alleinstellungsmerkmal bieten. Der neueste Schrei sind dabei eben jene Onlinedruckereien, die neben einigen mehr oder weniger nützlichen Tools zur Gestaltung vor allem über den Preis versuchen, sich am Markt zu behaupten.

Nun, wie kann man in dem sensiblen und teuren Handwerk Offsetdruck solche günstige Preise anbieten? Auch hier bedienen sich die Druckereien wieder einem klassischen volkswirtschaftlichen Prinzip der Massenproduktion. Die Methode ist einfach: Im Offsetdruck wird auf großen Druckbögen gedruckt (von 35cm × 50cm bis 162cm × 224cm). Mit einer kleinen Auflage Visitenkarten eines einzelnen Kunden ist so ein Druckbogen natürlich nicht optimal ausgefüllt. Es werden deshalb mehrere Kundenaufträge gesammelt. Dabei gibt es generell zwei Methoden: Zum einen der Eigendruck, wo tatsächlich hinter der „Sammelstelle“ in Form eines Onlineportals eine Druckerei mit eigenen Maschinen steckt und ausreichend Auftragseingänge hat, um die Maschinen auszulasten. Als zweites gibt es den Fremddruck, bei dem Aufträge lediglich entgegengenommen werden und an Partnerdruckereien verteilt werden.
Bei beiden Methoden werden die gesammelten Aufträge auf einem Druckbogen gesammelt bis dieser voll ist. Anschließend findet die Belichtung und der Druck statt. Im nächsten Arbeitsschritt wird der bedruckte Bogen zerschnitten und die Aufträge wieder voneinander getrennt und versandt. Fertig.
Das klingt soweit alles prima. Nur haben Onlinedruckereien auch einige Nachteile.
- Der größte Nachteil ist die unmögliche individuelle Justierung der Druckmaschine für jeden Auftrag, wie es eigentlich üblich ist. Die Maschine wird zwangsläufig auf ein Mittelmaß justiert, mit dem alle einzelnen Druckjobs einigermaßen leben können. Das heißt jedoch im Umkehrschluss, dass jeder einzelne Job nicht optimal justiert wurde und Farbabweichungen unausweichlich sind. Meistens sind diese jedoch so marginal, dass sie vom Laien gar nicht wahrgenommen werden.
- Der nächste Nachteil ist die hohe Automatisierung des PrePress-Verfahrens. Das heißt, um wirklich günstige Preise zu bekommen, werden alle Arbeitsschritte vor dem eigentlichen Druck weitestgehend automatisiert – etwaige Fehler in den gelieferten Druckdaten werden nicht erkannt. Und es gibt vieles, was man bei der Erstellung eines PDF-Dokuments falsch machen kann1.
- Ein weiterer großer Nachteil ist die häufig nicht mögliche Individualisierung des Drucks, was die Weiterverarbeitung und/oder Veredelung angeht. Weil besondere Wünsche bei z.B. der Nutung den Standardprozess aufhalten würden, werden sie häufig gar nicht erst angeboten.
Auch, wenn das die konventionellen Druckereien nicht gerne hören, gibt es einige Onlinedruckereien, die zu den absoluten Preisführern gehören und trotzdem eine gute bis sehr gute Qualität abliefern. Neben der Qualität der Ausdrucke ist jedoch auch der Support wichtig. In unserer Agentur haben wir täglich mit vielen Druckereien zu tun und für Standardjobs arbeiten wir auch mit Onlinedruckereien zusammen. Über die letzten Jahre haben wir mit einigen Onlinedruckereien Erfahrungen gesammelt, die ich hier nun einmal zusammenfassen werde.
| Angebots- sprektrum |
Standard Lieferzeit | Eigen- druck? |
Druckqualität insgesamt | Daten- kontrolle? |
Support | Sonstiges | |
| Cyberhafen | Sehr groß | 10 Tage | Ja | Gut mit vereinzelten Ausrutschern | Keine | Telefonisch: knapp, unfreundlich. Per Mail: meistens keine Antwort | Digitaldruck möglich |
| Flyerpilot | Groß | 7 Tage | Ja | Sehr gut | Keine | Gut | Digitaldruck möglich |
| karree-media | Klein | 10 Tage | Nein | Sehr gut | Keine | Per Mail | UV-Druck möglich |
| Laserline | Sehr groß | 7 Tage | Ja | Sehr gut | Standard- kontrolle |
Per Mail, telefonisch, per Formular | Digitaldruck möglich |
| print24 | Sehr groß | 7 Tage | Ja | Sehr gut | Standard- kontrolle |
Ausführlich möglich, kompetente Beratung | Sehr ordentlicher Arbeitsprozess von Datenannahme, über Produktion bis Versand.Bietet attraktives Wiederverkäuferprogramm an |
| Printpool | klein | 14 Tage | Ja | Wenig Erfahrungen | Ja | Telefonisch, per Mail | Selbst ernannte Öko-Druckerei |
| xeio | Groß | 10 Tage | Nein | Gut | Keine | Telefonisch, per Mail | Papierqualität schwankt |
Alle Angaben in der obigen Tabelle beruhen auf unseren Erfahrungen. Die von den Druckereien angebenen Qualitäten sind meistens nur ein Aushängeschild. In wie weit die Mitarbeiter dann wirklich in der Lage sind, eine Druckplatte korrekt zu justieren geht daraus schließlich leider nicht hervor.
1Hierzu empfehle ich den Cleverprinting Ratgeber 2008 (kostenloser Download http://www.cleverprinting.de/ratgeber2008.html)
Foto by biewoef
