Tipps zur musikalischen Arbeitsuntermalung
05. MaiHeute mal ein paar Empfehlungen für Musik, die beim Bügeln nicht stört. Und beim Arbeiten mitunter die Kreativität anregt. Selbstverständlich alles kostenlos und frei empfänglich. Voraussetzung: Internet, ein Paar Boxen, wahlweise Kopfhörer. Die Bewertung ist meine persönliche Meinung.
- Lounge-Radio.com





Lounge, Downtempo, Chillout, House, minimal Electro
Ein Internetradio, das ausschließlich Musik spielt und bislang auf Werbung verzichtet. Ausgenommen ganz vereinzelte Eigenwerbung. Wird aus der Schweiz gesendet (wie so viele Webradios). Häufige “Special Shows” von Gast-DJs, die wiederum zum Erweitern der persönlichen Playlist animieren.
iTunes-Stream (128kbit)
Winamp-Stream (128kbit)
Winamp-Stream (64kbit, AAC+) - #Musik.Lounge





Ambient, (Nu)Jazz, Downtempo, Latin, Chillout
Gesprochen: “Raute-Musik Lounge”. Ebenfalls ein Internetradio. Von und mit Bernd Niedergesäß, der ursprünglich das Webradio radio42 betrieb. Aus lizenzrechtlichen Gründen wechselte das Programm vor einigen Jahren zu #Musik, ist inhaltlich aber ziemlich gleich geblieben. Durch den Wechsel und für die Finanzierung der Streams mit gelegentlicher Werbung. Die ist ansich nicht so schlimm, würde sie sich nicht ständig wiederholen. Leider ist der Stream nicht der stabilste aber wenn man Glück hat, macht das Zuhören Spaß.
iTunes-Stream (128kbit)
Winamp-Stream (128 kbit)
Winamp-Stream (64kbit AAC+) - XTC-Radio





Electro, House, Deep House, Trance, Minimal Electro
Sicherlich ein etwas “härterer” Sender mit vielen elektronischen Beats. Jedoch nicht übertrieben hart und geeignet für alle Lautstärken. Häufig Gast-DJs mit speziellem Programm. Ich habe durch das Programm schon einige sehr gute Interpreten kennen gelernt, die ihre Musik auch kostenlos im Netz anbieten. Einzige Kritikpunkte: Das Programm wiederholt sich nach einigen Tagen und der Stream ist manchmal etwas inkonsistent. Dennoch 5 Sterne.
Winamp-Stream (128kbit) - Kontempo Loungesessions via play.fm





Electronica, Techno, Electrotech, Ambient, Lounge
Tschuegge J. Buchs hat bis vor etwa einem Jahr in Wochenabständen über 50 Lounge-Sessions kreiert und diese online zur Verfügung gestellt. Via play.fm (Registrierung leider erforderlich) kann man sich diese Stream anhören. Natürlich auch in Winamp, iTunes & Co. Auf play.fm sind die Playlists verfügbar. Wegen der Registrierungsprozedur gibt’s einen Stern Abzug. Aber wenn man sich die Streams einmal gebookmarkt hat, braucht man die Website nicht mehr ansurfen. - Hardjet Playground Podcast





Electronica, Techno, Electrotech, Ambient, Lounge
Wie der Name schon sagt, eigentlich ein Podcast. Bisher gibt es sieben Episoden, die jede für sich wirklich was Besonderes geworden ist. Es macht viel Spaß, diese Zusammenschnitte mehr oder minder bekannter Titel zu hören. Der Podcast kommt komplett ohne Werbung und gesprochenes Wort aus. - Caley Martins Global Music Collaboration





House, Deep Hous, Electronic
Caley Martin bietet seine Mixes zu eletronischer Musik als Stream oder Download an. Thematisch passt er am Besten zum XTC-Radio. Manche Streams sind etwas langatmig. Generell jedoch sehr gute unterschwellige Musik mit luftigen Beats zum kreativen Arbeiten.
Wie maximiere ich meinen Mehrwert bei BarCamps?
01. MaiAngeregt durch diesen Artikel.
Auf dem EduCamp Mitte April wurde ich von mehreren Leuten unabhängig gefragt, was eigentlich das Besondere an einem BarCamp sei. Hinzu kam, dass ich die eigentliche BarCamp-Eröffnung machte und den Teilnehmern kurz erläuterte, wie der Ablauf mit Session usw. ist. Wie so ein BarCamp “handwerklich” abläuft (Sessionplan, persönliche Vorstellung mit drei Tags usw.) ist schnell erklärt. Wie man jedoch aus einem BarCamp den größten Mehrwert zieht, das bedarf eines etwas tieferen Nachdenkens.
Zu erst müssen die Voraussetzungen einmal geklärt werden. Nehmen wir ruhig das EduCamp als Beispiel. Die Erwartung an hohes Output waren hier, im Vergleich zu einem “konventionellen” BarCamp, hoch. Und das ist auch schon der erste entscheidende Punkt. Auf dem BarCamp wurde unter anderen von J.-P. Martin laut, dass er sich gewünscht hätte, dass die Partizipation und die Diskussion schon im Vorwege über irgendwelche beliebigen web2.0igen Anwendungen stattgefunden hätte. Das hieße, das die Themen allesamt schon hinreichend diskutiert worden wären und das BarCamp lediglich die Spitze des Eisberges dargestellt hätte.
Diese Herangehensweise ist uneffektiv. Sie verlangt, dass alle Teilnehmer ab, sagen wir, 30 Tage vor dem BarCamp intensiv in Foren oder Wikis einlesen und mitdiskutieren. Vorteil:
- Die Diskussionen auf der Veranstaltung selbst könnten vermutlich sehr viel weiter oben einsteigen.
Nachteile:
- Die Teilnehmer, die sich nicht intensiv eingelesen haben, hätten Schwierigkeiten zu folgen,
- die Diskussionen würden aller Wahrscheinlichkeit nach eh noch einmal von vorne beginnen und
- (das Schlimmste): der Sinn der Sessions ginge völlig verloren. Teilnehmer müssten sich konsequenterweise schon vor dem BarCamp festlegen, welche Sessions sie besuchen. Zum einen geht die Flexibilität verloren, zum anderen wäre es schwierig auf spontane Neuangebote zu reagieren
Um einen gemeinsamen Nenner zu finden, müsste der Anspruch an eine Session erst einmal geklärt werden. Eine Session dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten. Diese Länge ist sinnvoll, um möglichst viele Themen an einem Tag unterzubringen. Und genau hier steckt der “Casus Knacktus”. Es geht zuerst einmal um die Quantität, möglichst viele Themen an einem Tag oberflächlich anzuschneiden. Durch eine Session finden sich interessierte Leute zusammen, tauschen sich grob aus und finden bestenfalls einen gemeinsamen Diskussionsansatz. Es kann aber in 45 Minuten gar nicht der Anspruch existieren, einen möglichst großes Output, möglicherweise ein Ergebnis zu erzielen. Die Zeit reicht eben “nur” für das Knüpfen wichtiger Kontakte.

Genau hier setzt die eigentliche “Partizipation” ein. Angemessene Plattformen, wie z.B. Mixxt, ermöglichen den Teilnehmern, sich nachhaltig zu vernetzen, Themen aufzugreifen, zu diskutieren und hierdurch Output in Form konkreter Ergebnisse zu realisieren. Die Verwendung persönlicher Blogs ist wegen der Dezentralisierung der Themen als kritisch zu betrachten.
Da bei den meisten BarCamp-Organisationen Themenvorschläge schon im Vorfeld geäußert werden, sollte diese Gelegenheit genutzt werden, um für die jeweilige Session eine Wiki-Seite anzulegen. Während der jeweiligen Session tragen sich die Teilnehmer in die Wiki-Seite ein und notieren Ausgangspunkte für Diskussionen. So erstellt man möglichst früh und effektiv eine Basis für die eigentliche Vielfalt, die nach einem BarCamp erst entstehen kann.
Dieses Thema sollte in Zukunft bei (vor allem bei themenorientierten) BarCamps sehr viel mehr kommuniziert werden, um von vorn herein den Teilnehmern eine möglichst effektive Veranstaltung zu gewährleisten. Der Ansatz gegenüber einer konventionellen Konferenz ist ein anderer. Die Denkweise, das Internet zu mehr, als zum Buchen von Billigflügen zu benutzen hat sich bei vielen Internetnutzern noch nicht durchgesetzt.
EduCamp – oder: immer diese Änderungen in letzter Sekunde
02. Apr
Eine Besonderheit am EduCamp ist, dass es einen thematischen Schwerpunkt hat, welcher von dem eines “klassischen” BarCamps abweicht. Wohingegen auf einem BarCamp überwiegend Teilnehmer aus der neuen Webszene anwesend sind und von der unkonventionellen Kongressform nicht überzeugt werden müssen, sind die Adressaten des EduCamps weiter verstreut und müssen für dieses Event “gelockt” werden.
Ein Teil des Promotionkonzeptes ist es somit, Plakate an den thüringer Universitäten aufzuhängen, um damit Studenten anzusprechen, die nicht täglich alle einschlägigen Newsseiten der neuen Webszene abgrasen und die, die von einem mixxt-Netzwerk noch nie etwas gehört haben. Da ist es naheliegend das Plakat so zu gestalten, dass es Aufmerksamkeit erzeugt, neugierig macht und nachhaltig Interesse weckt. In zwei Meetings entwickelten Laurin und ich also ein Konzept für das Plakat, welches natürlich Inhalt, Layout, Fotos und vor allem Dingen einen auffälligen Teaser beinhaltete: Thematisch auf dem BarCamp aufbauend und vor allem Aufmerksamkeit “erhaschend”:
“Kaffeepausen addicted? Keine Pausendiskussion ohne Dich?”
Dieser Teaser hat eine eindeutige Funktion: Aufmerksamkeit erzeugen, die Augen auf das Plakat lenken.
Über die Tage hinweg wurde viel an dem Plakat herumgewerkelt, mit und ohne mir. Beim schlussendlichen Meeting mit den anderen Orgamitgliedern, bei dem ich leider nicht dabei sein konnte, kam allerdings auf einmal der besagte Teaser wieder auf den Tisch. Eine mittenmal vorhandene Mehrheit stellte fest, dass der Teaser thematisch zu sehr vom EduCamp abweicht und wurde deshalb ohne meine Zustimmung abgewandelt in “Education addicted? Keine Pausendiskussion ohne Dich?”. Meiner Meinung nach verliert der Teaser dadurch völlig seine “Brisanz” und wirkt eher abgedroschen und langweilig.
Dieses Beispiel ist ein typischer Fall für Änderungen, die das Ergebnis “verschlimmbessern” und den Bezug zur ursprünglichen Idee bzw. der ursprünglich angedachten Wirkung völlig verlieren.
Ich erlebe diese “Änderungen in letzter Sekunde” häufiger, kenne sie auch noch aus meiner Ausbildungszeit und stelle immer wieder fest, dass dies meistens unüberlegt passiert und den Bezug zur ursprünglichen Idee verliert. Kennt Ihr das auch? Was sagt Ihr dazu?
Du Kunde oder Sie Kunde?
23. MrzDas Gefühl führe ich mir schnell vor Augen, wenn ich an eine Situation denke, in der ich eine Person per Mail oder persönlich duze, wo mir mein Innerstes eigentlich sagt, ich solle diese Person siezen – warum? Weil ich sie noch nicht so persönlich kenne, sodass mir mein Respekt die Höflichkeitsform der Anrede vorschreibt. Dennoch ist es in der Welt des web2.0 Gang und Gebe sich zu duzen. Vielleicht, um die erste Hürde des persönlichen Umgangs – vielleicht unnötige Etiquette – zu umgehen – zugunsten guter Zusammenarbeit.
Zuletzt stand ich vor dieser Entscheidung bei den Willkommen-Mails zum EduCamp. Wir empfangen einerseits interessierte Studenten, andererseits Unternehmensvertreter und hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, alle neue Mitglieder zu duzen. Wer sich in die Welt der BarCamps begiebt wird geduzt. In einen gewissen Konflikt kam ich allerdings, als sich ein Professor von mir anmeldete, den ich sonst natürlich sieze.
Im Übrigen ging ich auf eine Schule, in der es üblich war, sich zu duzen. Also auch Schüler die Lehrer (es war nicht die Waldorfschule). Schon von daher habe ich eine distanzierte Ansicht zu diesem Thema, weil es einigen Mitschülern nie beigebracht wurde, differenziert darüber zu entscheiden, wie man seinem Gegenüber auftritt.
Ich komme übrigens auf das Thema, weil das zweinull.cc-Blog sich selbigem gewidmet hat: Wie gehe ich damit um, dass ich eine Siez-Mail erhalte, wo ich es eigentlich gewohnt bin zu duzen? Antworte ich per Du?
Wie seht Ihr dieses Thema? Sollten wir durch Penetranz unsere Mitmenschen dazu bringen, sich zu duzen?
Hannes hört gerade: Schiller – Sehnsucht
10. MrzAm 22. Februar kam das neue Album “Sehnsucht” von Schiller in die Läden. In zwei unterschiedlich extravaganten Aufmachungen erscheint nun ein Album, was vor Star-Gastauftritten nur so strotzt. Ich habe mal reingehört und schreibe, ob sich der Kauf lohnt.
Christopher von Deylen aka Schiller hat diesemal viel Anlauf geholt, bevor er sein neues Album “Sehnsucht” veröffentlichte. Das letzte Album “Tag und Nacht” erschien 2005. Aufmerksam bin ich geworden, als Schiller im Februar bei NDR2 im Radio zu hören war und dort sein Album präsentierte. Die angespielten Titel klangen alle recht vielversprechend und beinhalten zum Teil große Gast-Namen, die Xavier Naidoo, Kim Sanders und Jette von Roth.
Im Laden hat man erstmal die schwere Entscheidung zwischen zwei Versionen – entweder die CD mit Bonus-DVD oder die “Bigbox” mit 2 CDs und DVD mit noch mehr Nullen und Einsen drauf. Argh, als langjähriger Freund der Schiller-Musik musste es dann die knapp 30 Euro teure Bigbox sein – ich könnte ja was verpassen
Also zu Hause angekommen und erstmal ins Laufwerk geschoben. Welch Freude: Die CD lässt sich ohne Weiteres in iTunes kopieren. Gesagt, getan. Seitdem die CD auch nicht mehr aus der überaus aufwendig gestalteten Hülle genommen.
Nun zum Inhalt: Jeweils die ersten Titel der beiden CDs sind unverkennbar Schiller. Fast schon etwas eintönig. Die Koproduktion mit Xavier Naidoo ist sehr melodisch, haut mich aber nicht vom Hocker. Die eigentlichen Qualitäten der CD tauchen erst in der Mitte der ersten CD auf, als ich auf einmal das Bedürfnis verspürte den Titel 12 noch einmal zu hören – jedoch diesmal mit stärker aufgedrehter Anlage. Uaaah, Gänsehaut! Ähnliches setzt sich auf der zweiten CD fort. Deshalb auch die Empfehlung an Schiller-Fans: Wenn schon, denn schon. Lieber gleich die Bigbox.
Die DVD ist ein nettes Gimmik und wohl als Kaufargument beigelegt. Hätte aber nicht sein gemusst. Es ist kein komplettes Livekonzert enthalten, wie soll es auch? Die Live-Tour steht erst noch an. Die anderen Inhalte sieht man sich eh nicht mehr als einmal an.
Die Bigbox enthält noch ein 36-seitiges Booklet mit Songtexten und Informationen über die Gäste.
Fazit: Definitiv keine neue CD mit Schiller-Einheitsbrei, sondern zum Teil wirklich inspirative neue Musik mit großartigen Instrumental-Parts. Für jeden Schiller-Fan ist die Bigbox ein Muss, für jeden Lounge-Freund reicht auch die “einfache” Version mit nur einer CD. Hörbar sind sie alle beide sehr!



