Weblogs – das Ende des traditionellen Journalismus?
21. Okt
Wie lässt sich die gesellschaftliche Bedeutung von Weblogs näher betrachten? Wie lässt sich das Verhältnis von Weblogs und dem professionellem Journalismus beschreiben? Konkurrenz, Ergänzung oder Integration? Die Fragestellung „Weblogs- das Ende des traditionellen Journalismus?“ spielt zunehmend eine wichtige Rolle. An der Wissenschaft ging die Entwicklung der Weblogs nicht spurlos vorüber. Fachpublikationen erkennen im Aufkommen der Blogs eine heimliche Medienrevolution und identifizieren Weblogs als neue Meinungsmacher. Wie sich diese Meinungen herleiten und ob Weblogs wirklich das Ende des traditionellen Journalismus betreiben habe ich gemeinsam mit einer Kommilitonin in der folgenden Hausarbeit recherchiert.
Die Hausarbeit hat durch die Seminarleiterin eine subjektiv sehr gute Bewertung erhalten.
Weblogs – das Ende des traditionellen Journalismus (Download)
BarCamp Berlin 3
17. OktDann will ich mal der ausdrücklichen Bitte von Frau antischokke nachkommen und das heute Abend mit der Welcomeparty beginnende BarCamp Berlin 3 begleiten. Ich bin gespannt:
- Kommt der BarCamp-Flair auch bei über 600 Personen auf?
- Wird auf diesem internationalen BarCamp wirklich englisch gesprochen? (ich glaube nicht)
- Gibt es wieder viele interessante neue Kontakte?
- Halte ich diesmal eine Session?
Also, ich werde berichten. Let’s BarCamp!
Das frischr-Büro – des Fußes Boden
16. SepIch hatte keine Ahnung, welch Aufmerksamkeit so ein Fußboden auf sich lenken kann. Gefühlt trölftausend Stunden haben wir nun vertelefoniert und sind dreimal um den Erdball gefahren, um den Fußboden zu finden, der uns gefällt. Dabei dachte ich immer, wer ständig nur mit Füßen getreten wird, wird leise und zurückhaltend. Tja, nicht so unser Fußboden.
Die Geschichte beginnt damit, dass das Büro über seine Fläche zwei verschiedenene Fußböden hat. Die beiden vorderen Räume (“Herrenzimmer”) haben Echtholzparkett, die hintern Räume nur Estricht mit ollem Teppich. Dass der Teppich rauskommt, war von Anfang an klar. Unsere Vorstellungen waren eigentlich dunkler Fußboden für das ganze Büro.
Die Lösung ist klar: In die hinteren Räume dunkles Laminat, vorderes Parkett dunkelbeizen. Soweit alles klar, mit dem Vermieter abgestimmt, Handwerker beauftragt. Dann der Rückschlag: Parkett dunkel beizen würde über einen Monat dauern, viel zu teuer. Also was tun? Ok, beißen wir in den sauren Apfel und legen über das Parkett Laminat. Also, Handwerker bescheid gesagt, alles klar. Dann der nächste Rückschlag: Für das Laminat müssen die Türen um 10mm gekürzt werden, da spielt der Vermieter nicht mit. Also, was jetzt?
Letztendlich haben wir uns nach einer Alternative umgesehen, das Parkett in den vorderen Räumen zu behalten und ergänzen es nun in den hinteren Räumen mit hellem Laminat. Und dabei haben wir auch sehr schönes gefunden. Man siehe auf dem Bild, hier rechts.
Mittlerweile liegt das Laminat auch schon weitestgehend. Diese Tage wird da Parkett in den vorderen Räumen abgeschliffen und neu versiegelt, sodass wir hoffentlich nächste Woche einziehen können. We’ll see.
Rezension: Generation Doof(e Autoren)
20. MaiWie blöd sind wir eigentlich? Dieser Leitsatz war den Autoren Anne Weiss und Stefan Bonner Frage und Aussage genug, um darüber ein 334 Seiten dickes Buch zu schreiben. Eine Art Blitzlichtanalyse sollte es werden. Verblödet eine ganze Generation? Diese Frage versuchen die Autoren auf den Grund zu gehen.
Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol. Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag. So steht die Einleitung auf dem Klappentext des Buches. Eine gewisse Provokation ist an dieser Stelle richtig platziert. Allerdings provozieren diese Zeilen den Leser vor allem gegenüber den Autoren.
Dieses Buch ist eine einzige Katastrophe. Es bedient die Klischees konservativer Gesellschaftspessimisten nur zu Genüge und katapultiert sich dabei ohne große Anstrengung selbst ins Abseits. Die Autoren sind lediglich in der Lage mäßig lustige und selbst konstruierte Beispiele zu formulieren, die einem schon nach Kapitel 1 ein regelmäßiges Gähnen bescheren.
Das Buch plädiert auf Lexikonwissen. Der alles sagende Generation-Doof-Test lautet wie folgt:
- Wie heißt der erste deutsche Bundespräsident?
- Wie heißen die 3 längsten Flüsse Deutschlands?
- Durch welche Bundesländer fließen sie?
Selbst seien sie nicht in der Lage die Fragen zu beantworten. Damit entziehen sie sich mit ihrem Buch jeglicher Verantwortung. Um das zu belegen, hätten sie allerdings diese Fragen gar nicht erst stellen müssen. Schon ohne diesen ultimativen Doofen-Test wird schnell klar, dass es den Autoren nur um plakativ-populistische Prangerfragen geht ohne auch nur den Ansatz einer Lösung parat zu haben.
“Eines steht zumindest fest: Die geistige Fähigkeit der Generation Doof schrumpfen immer weiter auf Bröckchengröße. Das Hirn des Durchschnittsschülers scheint weniger Kapazitäten zu besitzen als ein alter Commodore 64. Gedächtnisforscher haben herausgefunden, dass der geistige Arbeitsspeicher eines Schülers nur zu zwanzig Prozent vom Lehrer gefüllt wird, weitere zwanzig Prozent werden vom Sitznachbarn beansprucht. Die restlichen sechzig Prozent dösen im Standby-Modus vor sich hin.” (Generation Doof, Seite 87)
Nach so einem Absatz liegt die Annahme nahe, dass vor allem die Selbstreflexionsbereiche der Autorenhirne gemütlich im Standy-Modus schlummern. Jeglichen statistischen oder sonstigen Nachweis sucht man vergeblich.
Es ist völlig richtig, dass sich die Wissensschwerpunkte in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Wie viele Menschen ziehen heute einen unmittelbaren persönlichen Vorteil daraus, einen Schiller oder Goethe zitieren zu können? Eher weniger. Die Anforderungen haben sich ganz einfach verändert.
Die gute alter Zeit von vor 80 Jahren beschwören die Autoren, dabei sind sie selbst noch keiner 40 Jahre alt. Mentale Frühvergreisung?
Prädikat: Mangelhaft.
Eigene Meinung bilden? Generation Doof bei amazon kaufen (und dem frischr-Blog ein paar Prozent schenken).



