CC-Lizenz in bezahlten Auftragsarbeiten?
16. JanCreative Commons License 3.0
Die besten Ideen kommen der Legende nach in der Kneipe. In der Pappbecher-Gesellschaft wahlweise auch im Coffeeshop. Vielleicht ist was dran, denn bei einer Kneipenunterhaltung mit Pudo neulich, brachte er mich auf die Idee, meine “Werke” wieder zurück in den Kreislauf zu geben. Mittlerweile sind insbesondere einige WordPress-Themes aus meiner Feder entsprungen. Eigentlich halte ich es für sinnvoll, diese Werke auch anderen zugänglich zu machen. Dieses tu ich nun zu erst mit diesem Blog.
Die moderne Lösung für die Zusammenarbeit im kreativen Kreislauf nennt sich Creative Commons. Die Non-Profit Organisation arbeitet seit 2001 daran, weltweit einheitliche Lizenzmodelle zu entwerfen, unter denen man eigene Werke veröffentlichen kann. Ziel ist es, kreative Werke zur weiteren Benutzung zugänglich zu machen. Für dieses Blog ist das ohne Frage ein mögliches Modell, was ich auch ab sofort für sinnvoll erachte.
Arbeit aus Kundenaufträgen ebenfalls mit CC-Lizenz?
Die Frage, die sich mir momentan aufdrängt, ist, inwieweit ich Auftragsarbeit von Kunden auch unter CC-Lizenz setzen kann. Hier trifft man auf ein Interessenkonflikt. Zum einen ich als Agentur, welche die kreative Arbeit durchführt, dafür bezahlt wird und durchaus ein Interesse daran haben könnte, dass sich Ideen verbreiten – und das auf regulierte Art und Weise. Wenn bspw. ein Design geklaut wird, ist das ärgerlich. Wenn wenigstens der Urhebername darunter steht, könnten darüber neue Kontakte entstehen.
Die andere Seite ist der Kunde. Es gibt bestimmt viele Kunden, welche die Exklusivrechte an einem Werk halten wollen. Erst recht, wenn er dafür gezahlt hat. Rechtlich unmöglich ist es, von Seiten der Agentur ohne Abstimmung auf eine Kundenwebsite das Design unter eine CC-BY-SA-Lizenz zu setzen.
Man müsste sich von vorn herein über die weitere Verwendung der Werke mit dem Kunden einigen. Und Ziel sollte es sein, nicht alle Rechte beim Urheber zu belassen. Deshalb die Frage: Gibt es Modelle, wie man sich in einem Angebot an den Kunden von vorn herein auf eine CC-Lizenz festlegt unter der das Werk zukünftig veröffentlicht wird? Wer hat da Erfahrung?
BarCamp Ruhr – 300 EUR monatlich mit einem Weblog
17. Mrz
Jan vom PowerBook-Blog hielt eine Session darüber, wie man relative einfach mit seinem Blog sein Taschengeld aufbessern kann. Jan wollte ein Backlink, deshalb darf ich jetzt auch über die Session schreiben.
Dieser Beitrag hat reinen informellen Charakter und stellt keinerlei Verbindlichkeiten dar!
Also, wie bessere ich mit meinem Blog mein Taschengeld auf?
Bloggerethik …
Eigentlich bloggen Blogger aus Überzeugung und Ehre. Richtige Blogger nehmen kein Geld – so ist die allgemeine Stimmung. Aber dennoch kostet Bloggen auch Geld. Der Server, die Domain ggf. das eine oder andere Foto usw. Also will man diese Last auf sich nehmen? Oder will man durch Werbung seine Unkosten decken, dafür Dein Blog verschandeln, Kritik anderer Blogger einstecken und evtl. sogar Deine Seele verkaufen?
… vs. mein Ding
Mit dem Blog Geld verdienen heißt gewerblich bloggen, deshalb ist aufpassen angesagt! Die ohnehin bei Bloggern umstrittene Impressumspflicht ist in diesem Fall vorhanden, außerdem muss die Datenschutzerklärung auf das Blog. Die Einnahmen müssen versteuert werden. Viele Blogger haben ohnehin einen Gewerbeschein für irgendeine Nebentätigkeit. Die Blogeinnahmen können dann hierüber abgerechnet werden.
Besucher
Wer soll eigentlich Werbung angezeigt bekommen? In der Regel kommen Stammleser über ihren Feedreader oder direkt auf das Blog. Hingegen erreichen auch viele das Blog über Google – deshalb für Google optimieren und evtl. mit dem Gedanken spielen, dass Stammleser über ein Skript keine Werbung angezeigt werden – Googlesucher hingegen schon.
Erfolgreich bloggen mit …
Die Erfahrung zeigt, dass es dem Werbeumsatz eigentlich völlig egal ist, worüber man bloggt. Wichtig ist, dass man häufig schreibt und somit für Suchmaschinen attraktiv wird. Dazu sollte man sein Blog für Suchmaschinen optimieren z.B. durch diverse SEO-Hacks für WordPress. Für die Überprüfung über den “technischen” Erfolg des eigenen Weblogs bieten sich Analysen über interne Statistiktools (Sammelstatz, WordPress-Blogstatistik, SlimStat usw.) an. Des weiteren gibt es externe Tools, die Statistiken über Websites sammeln (z.B. Alexa und Seitwert.de. Google PageRank verliert zunehmend an Bedeutung).
Möglichkeiten zum Geld verdienen
Mit was verdiene in nun Geld? Zum einen das klassische Tool: Google AdSense. Findet man häufig in Blogs, ist eher weniger ertragsreich. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, sich das Geld überweisen zu lassen und nicht in Schecks auszahlen zu lassen – das Einlösen von Schecks kostet manchmal mehr Gebühr, als der Scheck wert ist
.
Text-Links über z.B. LinkLift oder Text-Link-Ads (TLA). Textlinks sind unauffällig und relativ ertragreich. Praktisch: Es gibt fertige WordPress-Plugins, um Text-Links einzubauen. Unpraktisch: Der Erfolg der Text-Links ist abhängig vom Google PageRank und Alexa.
Affiliate-Ertrag, also Umsatzbeteiligung an generiertem Umsatz durch Besucher, die vom eigenen Blog kommen. Amazon, eBay, iTMS usw. bieten solche Dienste an. Allerdings funktioniert dies meistens nur wirklich, wenn man die Besucher auch durch interessante Beiträge wirklich dazu bringt, sich das verlinkte Produkt auch zu kaufen. Man sollte sich den Affiliate-Partner nach Möglichkeit passend zu der eigenen Leser-Zielgruppe aussuchen.
Dann gibt es immer wieder Kunden, die einem Geld dafür geben, dass man einen Beitrag über ein Produkt schreibt (Trigami). Verkaufte Seele könnte man das auch nennen
Tut man dies, sollte man den Beitrag eindeutig als bezahlten Beitrag kennzeichnen, um keine Haue von anderen Bloggern zu bekommen.
Letzter und aufwendigster Punkt ist die Direktvermarktung. Sprich: Firma kontaktieren und fragen, ob sie nicht dafür zahlen möchte, Werbung auf dem eigenen Blog zu schalten. Ist natürlich erst aber einer hohen Besucherzahl attraktiv. Ein Vorteil: Die Akquise macht zum Teil Spaß, man lernt interessante Menschen kennen, knüpft gute Kontakte und erhält nette Gadgets.
Weitere Peanuts
- Adical
- shoppero etc. (Content abgeben)
- MultiBlogs (Mehrere Blogs betreiben und mehrmals Geld kassieren)
Fazit
In jedem Fall ist das Geldverdienen mit einem Blog mit etwas Aufwand verbunden – außerdem sind die hier aufgeführten Tipps als Taschengeld zu verstehen. Wenn man es schafft EUR 300,- pro Monat zu verdienen ist man gut!
