Vortrag: Wie wird man digitale Bohème? (Update)
29. JanWie man ganz schnell Digitale Bohème wird und wie man eine Internet-Idee zu Geld macht, das wird Oliver Überholz am kommenden Dienstag im Ernst-Abbe-Zentrum der TU Ilmenau berichten. Im Rahmen des mittlerweile schon bekannten Mediaevents in den Räumen der Hochschule wird Oliver in seiner Funktion als Geschäftsführer der Social Community-Plattform mixxt einen Vortrag über die nachhaltige und erfolgreiche Existenzgründung im Internet halten. Dabei stehen die Geschäftsmodelle Freemium und Whitelabeling sowie schnelle Internationalisierung im Vordergrund.
Wen ebenfalls ein paar wertvolle Tipps von einer Person mit viel China-Business-Erfahrung interessieren, sollte ebenfalls das Event besuchen. Oliver wird sicherlich nichts dagegen haben, den einen oder anderen Part seiner China-BarCamp-Session auszupacken
- Dienstag, 3. Februar 2009, 19:00 Uhr
- Ernst-Abbe-Zentrum Ilmenau, Raum 3120 1320 (GoogleMaps)
Sollte der Vortrag live gestreamt oder aufgezeichnet werden, werde ich das hier und in twitter ankündigen.
Update
Gestreamt wird ab 19 Uhr live auf dem EduCamp Mogulus-Channel.
eLearning-Plattform Moodle ohne Datenschutzrisiko nutzen
30. MaieLearning ist eine feine Sache. Man spart sich viele Wege, lernt in seinem eigenen Tempo, kann Passagen überspringen, die einen nicht interessieren oder einfach Begriffe nachschlagen ohne dass während dessen der Vortrag weiter läuft. Nur scheinen sich manche Entwickler solcher eLearning-Plattformen der durchaus wichtigen Datenschutzdebatten bislang entzogen haben. Anders lässt es sich nicht erklären, warum die Entwickler der Plattform Moodle ein Reportingtool programmiert haben, welches Statistiken über Kurse nicht anonym, sondern personenbezogen erstellt. Im Klartext: Moodle protokolliert jeden Klick jedes einzelnen Benutzers: Kursbesuch, Forumaktivität, Profiländerungen usw. Dies ist so nicht hinnehmbar.
Z. B. das Thüringer Datenschutzgesetz (ThürDSG) erlaubt, personenbezogene Daten zu erheben und zu verarbeiten, wenn es zur rechtmäßigen Aufgabenerfüllung der Universität in der Ausbildung von Studenten dient (§§ 19 und 20 ThürDSG). Doch leuchtet in diesem Fall die Notwendigkeit der personenbezogenen Daten in keiner Weise ein. Eine einfache Statistik würde völlig ausreichen. Deshalb an dieser Stelle eine Kurzanleitung, wie man sich in Moodle anonymisiert.
- Ziel ist es, ein Rauschen zu erzeugen. Das heißt, die Daten der Statistik so zu manipulieren, dass sie letztendlich keinen Aufschluss über einzelne Personen zulassen. Dazu ist es sinnvoll, dass sich alle Teilnehmer einer Moodle-Plattform den gleichen Namen geben.
- Einloggen bei Moodle mit Benutzernamen und Passwort
- In der oberen rechten Webseiten-Ecke auf den eigenen Namen klicken. Man kommt nun zu seinem Profil
- Auf Profil bearbeiten klicken
- Wir wollen uns alle Susanne Lehmann nennen. Dies unter Vor- bzw. Nachname eintragen
- Als eMail-Adresse eignet sich immer hervorragend bla@aol.com – sucht Euch irgendeine beliebige eMail-Adresse aus
- Unter Ort kann der Ort der Uni stehen bleiben. Das ist ja kein Geheimnis
- Bei der Beschreibung reicht die Eingabe eines Leerzeichens
- Nach unten scrollen und auf Profil aktualisieren klicken
Das war’s. Jetzt kann niemand mehr Rückschlüsse auf Dich ziehen. Im Forum kannst Du selbstverständlich weiterhin posten. Natürlich jetzt unter neuem Namen.
Noch was: Moodle bietet keine Möglichkeit das eigene Profil automatisch zu löschen. Wenn Du Dein Profil gelöscht haben möchtest, musst Du dazu eine Mail an den Administrator schicken.
Du Kunde oder Sie Kunde?
23. MrzDas Gefühl führe ich mir schnell vor Augen, wenn ich an eine Situation denke, in der ich eine Person per Mail oder persönlich duze, wo mir mein Innerstes eigentlich sagt, ich solle diese Person siezen – warum? Weil ich sie noch nicht so persönlich kenne, sodass mir mein Respekt die Höflichkeitsform der Anrede vorschreibt. Dennoch ist es in der Welt des web2.0 Gang und Gebe sich zu duzen. Vielleicht, um die erste Hürde des persönlichen Umgangs – vielleicht unnötige Etiquette – zu umgehen – zugunsten guter Zusammenarbeit.
Zuletzt stand ich vor dieser Entscheidung bei den Willkommen-Mails zum EduCamp. Wir empfangen einerseits interessierte Studenten, andererseits Unternehmensvertreter und hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, alle neue Mitglieder zu duzen. Wer sich in die Welt der BarCamps begiebt wird geduzt. In einen gewissen Konflikt kam ich allerdings, als sich ein Professor von mir anmeldete, den ich sonst natürlich sieze.
Im Übrigen ging ich auf eine Schule, in der es üblich war, sich zu duzen. Also auch Schüler die Lehrer (es war nicht die Waldorfschule). Schon von daher habe ich eine distanzierte Ansicht zu diesem Thema, weil es einigen Mitschülern nie beigebracht wurde, differenziert darüber zu entscheiden, wie man seinem Gegenüber auftritt.
Ich komme übrigens auf das Thema, weil das zweinull.cc-Blog sich selbigem gewidmet hat: Wie gehe ich damit um, dass ich eine Siez-Mail erhalte, wo ich es eigentlich gewohnt bin zu duzen? Antworte ich per Du?
Wie seht Ihr dieses Thema? Sollten wir durch Penetranz unsere Mitmenschen dazu bringen, sich zu duzen?
