Ein Herz für Blogs

Ein Herz für Blogs

21. Apr

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Kai Müller vom stylespion kommt mal wieder mit einer schönen Idee um die Ecke: Heute, am 21.04.2009, veröffentlichen alle Blogs die mögen ihre Favorites in der deutschsprachigen Bloglandschaft. Hier habe ich mal drei Favorites aus meinem Feedreader gegriffen, alpha-Blogger werden ignoriert.

Pudoblog

Friedrich Lindenberg, Student der Angewandten Medienwissenschaft in Ilmenau (genau wie ich) beschäftigt sich unregelmäßig, dann aber tiefgründig mit Medienthemen, wie der (Un-)Sinn von twitter. Dabei geht er auch gerne mal hypothetisch vor und lässt sich nicht von vorgegebenen Denkmustern einschränken. Wer mal über den Tellerrand schauen möchte oder Denkanstöße sucht, sollte hier vorbeischauen.

Web 2.0 & Recht von Dr. Carsten Ulbricht 

Dr. Ulbricht habe ich auf dem BarCamp Jena 2007 kennengelernt, wo er eine sehr aufschlussreiche Session über die Reichweite von Haftung deutscher Blogger sprach. Sein Blog behandelt ebenfalls solche Themen, die durchweg einen gut recherchierten und fundierten Eindruck machen. Ich bin wahlig kein Jurist, weshalb mein Urteil sicher nicht allgemein gültig ist. Aber Zusammenhänge und Quellen geben immer wieder Anstoß zum Nachdenken und recherchieren. Wusstet Ihr z.B. schon von der Unternehmergesellschft (UG), welche die deutsche ur-GmbH reformieren soll und seit Juni 2008 existiert?

St. Oberholz

Eigentlich schade, dass den Gästen der einschlägigen Medienszenekneipe in Berlin, dem St. Oberholz, so wenig verloren geht. Sonst hätten die Macher des Blogs nämlich mehr zu schreiben und ich mehr zu lachen. In wunderbaren Anekdoten und ersponnenen Geschichten zu den Fundstücken der Gäste schreiben hier die Leute vom St. Oberholz.

BarCamp Ruhr – 300 EUR monatlich mit einem Weblog

BarCamp Ruhr – 300 EUR monatlich mit einem Weblog

17. Mrz

barcampruhrJan vom PowerBook-Blog hielt eine Session darüber, wie man relative einfach mit seinem Blog sein Taschengeld aufbessern kann. Jan wollte ein Backlink, deshalb darf ich jetzt auch über die Session schreiben. :-) Dieser Beitrag hat reinen informellen Charakter und stellt keinerlei Verbindlichkeiten dar!

Also, wie bessere ich mit meinem Blog mein Taschengeld auf?

Bloggerethik …

Eigentlich bloggen Blogger aus Überzeugung und Ehre. Richtige Blogger nehmen kein Geld – so ist die allgemeine Stimmung. Aber dennoch kostet Bloggen auch Geld. Der Server, die Domain ggf. das eine oder andere Foto usw. Also will man diese Last auf sich nehmen? Oder will man durch Werbung seine Unkosten decken, dafür Dein Blog verschandeln, Kritik anderer Blogger einstecken und evtl. sogar Deine Seele verkaufen?

… vs. mein Ding

Mit dem Blog Geld verdienen heißt gewerblich bloggen, deshalb ist aufpassen angesagt! Die ohnehin bei Bloggern umstrittene Impressumspflicht ist in diesem Fall vorhanden, außerdem muss die Datenschutzerklärung auf das Blog. Die Einnahmen müssen versteuert werden. Viele Blogger haben ohnehin einen Gewerbeschein für irgendeine Nebentätigkeit. Die Blogeinnahmen können dann hierüber abgerechnet werden.

Besucher

Wer soll eigentlich Werbung angezeigt bekommen? In der Regel kommen Stammleser über ihren Feedreader oder direkt auf das Blog. Hingegen erreichen auch viele das Blog über Google – deshalb für Google optimieren und evtl. mit dem Gedanken spielen, dass Stammleser über ein Skript keine Werbung angezeigt werden – Googlesucher hingegen schon.

Erfolgreich bloggen mit …

Die Erfahrung zeigt, dass es dem Werbeumsatz eigentlich völlig egal ist, worüber man bloggt. Wichtig ist, dass man häufig schreibt und somit für Suchmaschinen attraktiv wird. Dazu sollte man sein Blog für Suchmaschinen optimieren z.B. durch diverse SEO-Hacks für WordPress. Für die Überprüfung über den “technischen” Erfolg des eigenen Weblogs bieten sich Analysen über interne Statistiktools (Sammelstatz, WordPress-Blogstatistik, SlimStat usw.) an. Des weiteren gibt es externe Tools, die Statistiken über Websites sammeln (z.B. Alexa und Seitwert.de. Google PageRank verliert zunehmend an Bedeutung).

Möglichkeiten zum Geld verdienen

Mit was verdiene in nun Geld? Zum einen das klassische Tool: Google AdSense. Findet man häufig in Blogs, ist eher weniger ertragsreich. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, sich das Geld überweisen zu lassen und nicht in Schecks auszahlen zu lassen – das Einlösen von Schecks kostet manchmal mehr Gebühr, als der Scheck wert ist :-) .

Text-Links über z.B. LinkLift oder Text-Link-Ads (TLA). Textlinks sind unauffällig und relativ ertragreich. Praktisch: Es gibt fertige WordPress-Plugins, um Text-Links einzubauen. Unpraktisch: Der Erfolg der Text-Links ist abhängig vom Google PageRank und Alexa.

Affiliate-Ertrag, also Umsatzbeteiligung an generiertem Umsatz durch Besucher, die vom eigenen Blog kommen. Amazon, eBay, iTMS usw. bieten solche Dienste an. Allerdings funktioniert dies meistens nur wirklich, wenn man die Besucher auch durch interessante Beiträge wirklich dazu bringt, sich das verlinkte Produkt auch zu kaufen. Man sollte sich den Affiliate-Partner nach Möglichkeit passend zu der eigenen Leser-Zielgruppe aussuchen.

Dann gibt es immer wieder Kunden, die einem Geld dafür geben, dass man einen Beitrag über ein Produkt schreibt (Trigami). Verkaufte Seele könnte man das auch nennen :-) Tut man dies, sollte man den Beitrag eindeutig als bezahlten Beitrag kennzeichnen, um keine Haue von anderen Bloggern zu bekommen.

Letzter und aufwendigster Punkt ist die Direktvermarktung. Sprich: Firma kontaktieren und fragen, ob sie nicht dafür zahlen möchte, Werbung auf dem eigenen Blog zu schalten. Ist natürlich erst aber einer hohen Besucherzahl attraktiv. Ein Vorteil: Die Akquise macht zum Teil Spaß, man lernt interessante Menschen kennen, knüpft gute Kontakte und erhält nette Gadgets.

Weitere Peanuts

  • Adical
  • shoppero etc. (Content abgeben)
  • MultiBlogs (Mehrere Blogs betreiben und mehrmals Geld kassieren)

Fazit

In jedem Fall ist das Geldverdienen mit einem Blog mit etwas Aufwand verbunden – außerdem sind die hier aufgeführten Tipps als Taschengeld zu verstehen. Wenn man es schafft EUR 300,- pro Monat zu verdienen ist man gut!

soup.io – Aufruf zum Suppe salzen!

soup.io – Aufruf zum Suppe salzen!

15. Feb

Soup SignetWas macht man, wenn einem bloggen zu aufwendig und twittern zu trivial ist? Genau, man erfindet einfach etwas Neues. So geht das heute. Das dachten sich auch Christopher Clay und Esad Hajdarevic und entwickelten ein neues Tool, mit dem Namen soup. Soup ist die créme de la créme aus verschiedenen Blogging- und Microbloggingsysteme – und weil das Kind auch einen Namen haben muss, nannten sie es tumble-blog.

Soup ScreenshotAls die Weblogs in den 90er Jahren laufen lernten, hatten sie eigentlich eine Aufgabe, die heute jeder Browser als selbstverständlich vorhandene Funktion anbietet: Die Chronik der besuchen Websites erstellen. Weblogs, eben ein Kunstwort aus Web und Logfile, diente zunächst lediglich als Linkliste und durfte als Linkempfehlung des jeweiligen Autors verstanden werden. Die nackten Links reichten natürlich nicht aus, weshalb eine Beschreibung den Link ergänzte. Im Laufe der Zeit wurden die Beschreibungen immer länger, die Links immer weniger – doch der Grundgedanke, sich zu vernetzen und zu empfehlen, blieb erhalten.

Das Tool soup greift diese Geschichte nun wieder auf. Frei nach dem Prinzip „reduce to the max“ bietet der Dienst dem Benutzer die Möglichkeit Links mit Beschreibungen zu posten. Aber kann heute damit ein Dienst berühmt werden? Eher nicht. Und genau deshalb gaben die Jungs noch etwas mehr Salz zur Suppe und spendierten den Usern die Funktion auch Bilder, Videos oder, ganz simpel, Zitate zu veröffentlichen, zu empfehlen. Damit kann soup eben genau das Bisschen mehr, was man bei twitter (Was ist eigentlich twitter?) und seinen ganzen Klonablegern eben noch vermisst.

Nebenbei ist das Tool natürlich nach allen regeln der modernen Kunst entwickelt worden. Es wurde mit ruby on rails entwickelt und bietet somit ausreichend schicke ajax-Funktionen und sonstige Weichspüler, die man sich so wünscht. Veröffentlichen tut man einen Beitrag, indem man sich einen speziellen JavaScript-Link bookmarkt und den einfach auf der Seite, die man komplett oder auszugsweise verlinken möchte, aufruft. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit mit seiner soup wiederum Feeds zu abonnieren, die dann jeweils als Microblog veröffentlicht werden. Das könnte zum Beispiel auch der eigene twitter-Stream sein. Um sein Salz in die Suppe zu geben muss man sich übrigens nicht registrieren.

Soup Screenshot BrandungskiekerDen reduce-to-the-max-Gedanken finde ich persönlich sehr attraktiv und deshalb könnt Ihr ab sofort meine Webempfehlungen und Fundstücker auf http://brandungskieker.soup.io verfolgen – oder selbstverständlich als Feed abonnieren.

Übringens: Der Name Soup.io kommt daher, dass die Entwickler die ganzen modernen web2.0-Namen mit irgendwelchen weggelassenen Vokalen blöd fanden und alle .com, .de oder sonstige gängigen Domains mit soup.* vergeben waren. .io steht eigentlich für Indian Ocean – aber es könnte doch auch input-output heißen oder? Wie passend, für eine social-Soup