Mein sechstes Semester

Mein sechstes Semester

31. Mrz

April 2010, mein sechstes Fachsemester der Angewandten Medienwissenschaft beginnt in ein paar Tagen. Nachdem ich in den letzten Semestern die Erfahrung machen musste, dass Vorlesung besuchen und Prüfung bestehen in keinem kausalen Zusammenhang stehen, hatte ich mir vorgenommen, diese Erkenntnis zukünftig für mich zu nutzen. Dieses Vorhaben durchkreuzt nun ein unerwartet spannender Vorlesungsplan.

Der Grund dafür ist ein “Neuerwerb” meines Instituts und die damit verbundene Gründung des Fachgebiets “Public Relations & Technikkommunikation”. Offenbar hat jemand am Institut mein Schimpfen über die zu geringe Abdeckung der Thematik Online/Social Media im PR-Kontext erhört. Jedenfalls forscht und lehrt seit ein paar Monaten Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Wolfgang Schweiger mit seinem Team an der TU und hat damit einige für mich erfreuliche Änderungen im Vorlesungsplan hervorgerufen.

Zunächst scheint nun das Fach Fachkommunikation Technik und Wirtschaft endlich kompetent besetzt zu sein. Hier hatte man in Vergangenheit – zumindest theoretisch – versucht einen Praxisbezug zum Umgang von Wirtschaft mit Kommunikationstechnik herzustellen. Vielleicht schafft man diesen Bezug nach vielen Jahren wirklich?

Zum anderen versprechen auch andere Veranstaltungen des Fachgebiets interessant zu werden. Erfreulicherweise habe ich einen Platz im Forschungsseminar Mediale Themenkarrieren am Beispiel Gen- und Nanotechnologie ergattern können. Hinter diesem etwas sperrigen Titel verbirgt sich eine empirische Arbeit, welche Methoden zur multimedialen Vermittlung komplexer Themengebiete evaluiert. Ich erhoffe mir hier einige wertvolle Erkenntnisse für die praktische Alltagsarbeit. Die Problematik, komplexe Sachverhalte nicht nur rhetorisch sondern auch inhaltlich verständlich an Laien zu vermitteln, ist schließlich alltäglich.

Einen Wermutstropfen gibt es, denn interessieren würde mich die Master-Vorlesung Unternehmenskommunikation im Social Web, die sich jedoch zeitlich leider mit einer anderen Veranstaltung überschneidet.

Nur ein paar Vorlesungen werden mit einer Prüfung abgeschlossen. Alternativ stehen sehr viele Projektarbeiten an. Vielleicht kann ich mein eingangs erwähntes Vorhaben ja doch noch in die Tat umsetzen.

MediaCampus – Elektronische Dokumente, Begleitstudium, neues Strategie-Ressort

MediaCampus – Elektronische Dokumente, Begleitstudium, neues Strategie-Ressort

20. Okt

Es bleibt alles anders bei MediaCampus. Stets auf der Suche nach Erfolg und Akzeptanz der Projektidee bin ich für Neues zu haben, probiere viel aus. Ich wurde von Dozenten zur Praxisbeteiligung von Studierenden an einem Fach gebeten und bitter enttäuscht, wir haben vier neue Teammitglieder für die Ressorts PR und Strategie erhalten. Letzteres Ressort ist neu, erstere haben den ersten Fehltritt verursacht. Unser Baby, die Datenbank ist und bleibt eine never ending story und MediaCampus wird nun Partner eines groß angelegten Pilotprojektes am Institut.

Partnerschaft im Fach „Elektronische Dokumente“

Anfang des Wintersemesters 08/09 kam ein Dozent des Instituts mit einer Bitte auf mich zu. Er brauche noch praxisnahe Projekte, die seine Studierenden im Rahmen des Faches „Elektronische Dokumente“ umsetzen könnten. Des guten Willen wegen und mit der Hoffnung ein brauchbares Ergebnis zu erhalten, stimmte ich zu und bot die Entwicklung eines Corporate Design Leitfadens für MediaCampus an. Die Idee wurde angenommen und den Studierenden angeboten. Über die Teilergebnisse berichtete ich bereits.

Leider war die Bitte der einzige Kontakt, den ich im Rahmen des Faches zu dem Dozenten hatte. Ich, bzw. alle Mitarbeiter von MediaCampus wurden ins kalte Wasser gestoßen, Agenden oder auch nur kurze Briefings gab es nicht.

Mit dem letzten Semester endete das Projekt. Leider lief die Abschlussphase völlig aus dem Ruder. Die Teams hatten sich zum Teil nicht an Abmachungen gehalten und anstatt uns, den Anweisungen des Dozenten gefolgt – soweit nachvollziehbar, schließlich geht es auch um die Benotung. Dem Ganzen die Krone aufsetzten tat der Dozent indem er uns über seine Entscheidungen und Anweisungen nicht informierte. Das hieß für uns schlussendlich, dass wir keinen brauchbaren Corporate Design Leitfaden für MediaCampus haben und für mich persönlich, dass ich für fast nichts sehr viel Zeit in die Betreuung von acht Studierenden gesteckt habe. In einer zweifelhaften Aussprache konnte ich mir noch eine Reihe Vorwürfe anhören. Ich fühle mich veräppelt von Anfang bis Ende alleine gelassen und habe meinen Teil gelernt.

Das Begleitstudium

Zum Glück gibt es am Institut auch Projekte, die sich um ihre Partner kümmern. In den letzten Monaten wurde u.a. von Marcel Kirchner ein an der Uni Augsburg bereits etabliertes Modell entwickelt, nachdem sich Studierende ihre ehrenamtliche Arbeit in campusnahen Vereinen mit Creditpoints anrechnen lassen können, genannt Begleitstudium. Bislang ist dieses Pilotprojekt auf den Studiengang AMW beschränkt. Weil die Vermittlung von Studierenden zu Vereinen und umgekehrt, die Besetzung von freien Stellen in Vereinen, unterstützt werden muss, bot sich MediaCampus von vorn herein als Partner an. Zunächst soll mit der neuen Projektdatenbank sowie „händisch“ auf die Vereine aufmerksam gemacht werden und beiden Seiten die Vorzüge des Begleitstudiums schmackhaft gemacht werden.

MediaCampus wurde von Anfang an in das Projekt mit einbezogen und hat stets die Möglichkeit den Ablauf des Projekts mit zu gestaltet und Ideen einfließen zu lassen. Im Rahmen des Begleitstudiums wird das PR-Ressort im November eine „Initiativenstraße“ (Arbeitstitel) anbieten, in der sich alle Vereine einen Tag lang selbst präsentieren und um Studierende werben können.

Neues Ressort: Strategie

Das Problem, Idee und Relevanz von MediaCampus nicht ausreichend mit Substanz unterfüttern zu können und der Wunsch, die Initiative nachhaltig zu gestalten, rief bei mir schon vor längerem den Wunsch hervor, ein Ressort für strategische Aufgaben einzurichten. Auf eine Ausschreibung gegen Ende des Sommersemesters 2009 meldeten sich einige Interessierte, wovon letztendlich zwei Personen übrig blieben: Marianne Weinhold (Medienwirtschaft, Matrikel 07) und Philipp Reinhart (Angewandte Medienwissenschaft, Matrikel 08). In einem ersten Treffen machten die beiden einen sehr kompetenten und motivierten Eindruck. Mich freut besonders nun auch AMW-ferne Verstärkung im Team zu haben, um somit MediaCampus auch in den anderen Medienstudiengängen mehr etablieren zu können.

Die erste Aufgabe der beiden wird sein, eine strategische Kommunikationsbasis für das Begleitstudium zu entwickeln. Wie und wo wird der Kontakt mit der Vereinen protokolliert, welche Aufgaben übernimmt MediaCampus und wie sieht der „After Sales Support“ aus.

Eine weitere Aufgabe betrifft das Feld Workshops. Ich stelle mir vor, dass MediaCampus in Zukunft eine Reihe an Workshops und Diskussionsforen organisieren wird, die für Projektleiter und -mitarbeiter relevant sind. Beispielhafte Themen sind Medienrecht oder Social Media Relations.

MediaCampus Ilmenau – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

MediaCampus Ilmenau – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

08. Apr

MediaCampus Logo

Die erfreuliche Nachricht: Das Projekt wächst und wächst. Mittlerweile ist das Team von MediaCampus 14 Leute stark plus acht Erstsemester, die im Rahmen des Faches “Elektronische Dokumente” unter Aufsicht von mir einen neuen Corporate Design Leitfaden entwickeln. Leider entpuppt sich die Entwicklung der Projektpräsentationsplattform als ein langwieriges Teilprojekt.

Nun aber der Reihe nach. Unsere bisherige Website war ein Schnellschuss, als es sich vor ziemlich genau einem Jahr abzeichnete, dass MediaCampus gegründet wird. WIr brauchten eine Eigenpräsentation, die möglichst kostengünstig ist, weil wir bislang keinerlei monetäre Einnahmen haben. Daraus entstand die derzeitige Website. Ziemlich schnell war klar, dass das erste Tool, mit dem wir an die Öffentlichkeit gehen wollen eine Präsentationsplattform ist, welche die medialen Projekte von Studenten der TU Ilmenau präsentiert und archiviert. Als ad hoc-Lösung musste ein missbrauchtes News-System für Typo3 herhalten, in das fleißige Hände unsere Redaktions-Ressorts die Projekte eingeben. Effektiv ist was anderes…

Nach der KickOff-Veranstaltung im Oktober 2008 kamen drei Medientechnologie-Studenten auf uns zu und fragten uns, ob sie ihr Innovationsprojekt (prüfungsrelevant) im Rahmen von MediaCampus machen könnten. Wir einigten uns darauf, dass sie eine Datenbank für die Projekte erstellen, die ermöglicht, dass Studenten ihre Projekte selbständig einstellen und pflegen können.

Leider klang diese Idee vielversprechender, als sie später wirklich realisiert wurde. Die an sich simple Entwicklung zog sich sehr lange hin, zumal die Verteidigung des Innovationsprojekts erst auf Mitte März datiert war. Dank der Unterstützung von Friedrich konnten wir eine konkrete Anforderung für die Datenbankstruktur an das Team weiterleiten, welche diese auch umsetzten. Das Ende vom Lied ist, dass ich nach viel nerven und drängeln jetzt eine Datenbank habe, die zwar Projekte aufnehmen und verwalten kann, jedoch noch keinerlei Einbindung in die MediaCampus-Website hat, geschweige denn User verwalten kann. Erschwert wird die gesamte Implementierung noch dadurch, dass wir momentan nur einen Mitarbeiter im Ressort Technik haben und er offenbar mit den Aufgaben teilweise überfordert ist. Jedenfalls sehe ich momentan meine Aufgabe darin, ständig zu drängeln, dass es weitergeht und parallel weiteres Personal für das Technikressort zu akquirieren. 

Der gesamte Technikbereich bereitet mir zur Zeit etwas Bauchschmerzen. Es geht nicht so voran, wie ich es mir gewünscht hätte. Und dadurch sind dem gesamten MediaCampus-Projekt etwas die Hände gebunden, weil wir einige Dienstleistungen, die wir gerne bieten würden, derzeit nicht umgesetzt werden können. Ich hoffe, dass sich bald weitere Mitarbeiter finden.

MediaCampus ist eine studentische Initiative an der TU Ilmenau, die ich im März 2008 gründete und seit dem leite. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht die Medienstudiengänge der TU Ilmenau in ein besseres öffentliches Licht zu stellen und vor allem erst einmal bekannt zu machen. Dafür sieht sich MediaCampus vor allem als Dachmarke und will die Kommunikation der viel Zielgruppen stärken: Studierende der TU, Dozenten der TU, Unternehmen und Studieninteressierte.

Vortrag: Wie wird man digitale Bohème? (Update)

Vortrag: Wie wird man digitale Bohème? (Update)

29. Jan

Wie man ganz schnell Digitale Bohème wird und wie man eine Internet-Idee zu Geld macht, das wird Oliver Überholz am kommenden Dienstag im Ernst-Abbe-Zentrum der TU Ilmenau berichten. Im Rahmen des mittlerweile schon bekannten Mediaevents in den Räumen der Hochschule wird Oliver in seiner Funktion als Geschäftsführer der Social Community-Plattform mixxt einen Vortrag über die nachhaltige und erfolgreiche Existenzgründung im Internet halten. Dabei stehen die Geschäftsmodelle Freemium und Whitelabeling sowie schnelle Internationalisierung im Vordergrund.

Wen ebenfalls ein paar wertvolle Tipps von einer Person mit viel China-Business-Erfahrung interessieren, sollte ebenfalls das Event besuchen. Oliver wird sicherlich nichts dagegen haben, den einen oder anderen Part seiner China-BarCamp-Session auszupacken :-)

  • Dienstag, 3. Februar 2009, 19:00 Uhr
  • Ernst-Abbe-Zentrum Ilmenau, Raum 3120 1320 (GoogleMaps)

Sollte der Vortrag live gestreamt oder aufgezeichnet werden, werde ich das hier und in twitter ankündigen.

Update

Gestreamt wird ab 19 Uhr live auf dem EduCamp Mogulus-Channel.

MediaCampus – es wird konkret

MediaCampus – es wird konkret

24. Aug

Mediacampus Ilmenau Logo

Die längere Blogpause hier heißt zum Glück nicht, dass uns die Projekte ausgegangen sind. Das Gegenteil ist der Fall. Aber durch die Prüfungsphase an der Uni fehlte einfach etwas die Zeit.

Wie sieht es also aus beim MediaCampus? Inzwischen haben sich viele Teams getroffen und hervorragende Arbeit geleistet. Nachdem das Konzept für das Projekt beschlossen und für gut befunden wurde, ging es an die konkrete Planung einer Roadmap und die entsprechende Umsetzung der ersten Teilprojekte:

  • Formulierung von Zielgruppenspezifischen Texten zur Erklärung des Projektes. Das heißt, unser Konzept muss so formuliert werden, dass die jeweilige Zielgruppe die Idee des Projektes versteht und ihren individuellen Vorteil darin sieht. Keine ganz leichte Aufgabe, weil die Texte natürlich für verschiedene Medien konzipiert werden müssen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass alle Texte unkompliziert zu lesen sind, dabei allerdings dennoch den Anspruch haben, vollständig zu sein, das heißt alle wichtigen Aspekte des MediaCampus zu berücksichtigen.
    Die Aufgabe ist dem Team ganz hervorragend gelungen und wir freuen uns bald mit den Texten an die Öffentlichkeit zu gehen, um von unserem Projekt zu überzeugen.
  • PR-Konzept für MediaCampus. Um zum Stichtag nach Plan mit der Arbeit zu beginnen, muss sämtliche öffentliche Kommunikation des MediaCampus geplant sein. Um überhaupt etwas vorweisen zu können, muss eine Plattform geschaffen werden, in der sich Interessierte über das Projekt informieren können. Naheliegend ist es dabei, die umfangreichste, günstigste und die am meisten anzupassende Variante zu nutzen: einer Website. Das Konzept über Funktionen, Darstellung und Inhalt der Website steht mittlerweile auch.
    Das Konzept sieht u.a. vor, dass die Website vor allem eine gute Lesbarkeit von Texten darstellen soll, dabei aber nicht zu trist wirken darf. Aus dem Konzept wurde anschließend ein Designentwurf realisiert, hier rechts zu sehen. Diese Website beinhaltet bisher lediglich die Präsentation des MediaCampus-Projekts. Was sie noch nicht enthält sind die Medienprojekte der Universität, die in Zukunft ebenfalls präsentiert werden.
  • Ausschreibung eines Medienprojektes zur Entwicklung eines PR-Konzepts. Die Prüfungsordnung für Medienwissenschafts-Studenten der TU Ilmenau sieht vor, im Laufe des Grund-/Bachelor-Studiums ein Medienprojekt zu planen und zu realisieren. Die Studierenden sind dabei immer an guten und interessanten Auftraggebern interessiert, denen sie mit ihrem Medienprojekt zuarbeiten können. Aus diesem Grunde haben wir uns dazu entschieden zu dem ohnehin schon tollen Team noch Verstärkung zu holen: Interessierte Studierende sollen im Auftrag des MediaCampus ein PR-Konzept entwickeln, welches u.a. die Planung einer Kickoff-Veranstaltung Ende Oktober, sowie die weitere Öffentlichkeitsarbeit nach der Kickoff-Veranstaltung beinhaltet. 
  • Technische Umsetzung der eigenen Website sowie der Projektpräsentations-Website. Was geplant wird, will auch umgesetzt werden – und das nach Möglichkeit pünktlich zur Kickoff-Veranstaltung.
  • Akquise von existierenden Medienprojekten. Eine leere Website ist langweilig. Deshalb werden vor dem Stichtag im Oktober einige Projekte akquiriert, die anschließend in die Medienprojekt-Datenbank hinzugefügt und präsentiert werden.