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Weblogs – das Ende des traditionellen Journalismus?

Oktober 21st, 2008 Hannes gepostet in Persönliches, Studium 1 Kommentar » 901 mal gelesen

Wie lässt sich die gesellschaftliche Bedeutung von Weblogs näher betrachten? Wie lässt sich das Verhältnis von Weblogs und dem professionellem Journalismus beschreiben? Konkurrenz, Ergänzung oder Integration? Die Fragestellung „Weblogs- das Ende des traditionellen Journalismus?“ spielt zunehmend eine wichtige Rolle. An der Wissenschaft ging die Entwicklung der Weblogs nicht spurlos vorüber. Fachpublikationen erkennen im Aufkommen der Blogs eine heimliche Medienrevolution und identifizieren Weblogs als neue Meinungsmacher. Wie sich diese Meinungen herleiten und ob Weblogs wirklich das Ende des traditionellen Journalismus betreiben habe ich gemeinsam mit einer Kommilitonin in der folgenden Hausarbeit recherchiert.

Die Hausarbeit hat durch die Seminarleiterin eine subjektiv sehr gute Bewertung erhalten.
Weblogs – das Ende des traditionellen Journalismus (Download)

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BarCamp Berlin 3

Oktober 17th, 2008 Hannes gepostet in Persönliches, web 2.0 1 Kommentar » 733 mal gelesen

BarCamp Berlin 3

Dann will ich mal der ausdrücklichen Bitte von Frau antischokke nachkommen und das heute Abend mit der Welcomeparty beginnende BarCamp Berlin 3 begleiten. Ich bin gespannt:

  • Kommt der BarCamp-Flair auch bei über 600 Personen auf?
  • Wird auf diesem internationalen BarCamp wirklich englisch gesprochen? (ich glaube nicht)
  • Gibt es wieder viele interessante neue Kontakte?
  • Halte ich diesmal eine Session?

Also, ich werde berichten. Let’s BarCamp!

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BarCamp Berlin III attended

Oktober 16th, 2008 Hannes gepostet in Net Economy, Persönliches, web 2.0 Keine Kommentare » 619 mal gelesen

Ich bin dann mal weg:
BarCamp Berlin 3

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Das frischr-Büro – des Fußes Boden

September 16th, 2008 Hannes gepostet in Persönliches, Projekte, frischr 1 Kommentar » 779 mal gelesen

Ich hatte keine Ahnung, welch Aufmerksamkeit so ein Fußboden auf sich lenken kann. Gefühlt trölftausend Stunden haben wir nun vertelefoniert und sind dreimal um den Erdball gefahren, um den Fußboden zu finden, der uns gefällt. Dabei dachte ich immer, wer ständig nur mit Füßen getreten wird, wird leise und zurückhaltend. Tja, nicht so unser Fußboden.

Die Geschichte beginnt damit, dass das Büro über seine Fläche zwei verschiedenene Fußböden hat. Die beiden vorderen Räume (”Herrenzimmer”) haben Echtholzparkett, die hintern Räume nur Estricht mit ollem Teppich. Dass der Teppich rauskommt, war von Anfang an klar. Unsere Vorstellungen waren eigentlich dunkler Fußboden für das ganze Büro.

Die Lösung ist klar: In die hinteren Räume dunkles Laminat, vorderes Parkett dunkelbeizen. Soweit alles klar, mit dem Vermieter abgestimmt, Handwerker beauftragt. Dann der Rückschlag: Parkett dunkel beizen würde über einen Monat dauern, viel zu teuer. Also was tun? Ok, beißen wir in den sauren Apfel und legen über das Parkett Laminat. Also, Handwerker bescheid gesagt, alles klar. Dann der nächste Rückschlag: Für das Laminat müssen die Türen um 10mm gekürzt werden, da spielt der Vermieter nicht mit. Also, was jetzt?

Letztendlich haben wir uns nach einer Alternative umgesehen, das Parkett in den vorderen Räumen zu behalten und ergänzen es nun in den hinteren Räumen mit hellem Laminat. Und dabei haben wir auch sehr schönes gefunden. Man siehe auf dem Bild, hier rechts.

Mittlerweile liegt das Laminat auch schon weitestgehend. Diese Tage wird da Parkett in den vorderen Räumen abgeschliffen und neu versiegelt, sodass wir hoffentlich nächste Woche einziehen können. We’ll see.

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Rezension: Generation Doof(e Autoren)

Mai 20th, 2008 Hannes gepostet in Gesellschaft, Life-work-balance, Persönliches 6 Kommentare » 3,808 mal gelesen

Titelbild \"Generation Doof\"

Generation Doof (klick gelangt zu amazon)

Wie blöd sind wir eigentlich? Dieser Leitsatz war den Autoren Anne Weiss und Stefan Bonner Frage und Aussage genug, um darüber ein 334 Seiten dickes Buch zu schreiben. Eine Art Blitzlichtanalyse sollte es werden. Verblödet eine ganze Generation? Diese Frage versuchen die Autoren auf den Grund zu gehen.

Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol. Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag. So steht die Einleitung auf dem Klappentext des Buches. Eine gewisse Provokation ist an dieser Stelle richtig platziert. Allerdings provozieren diese Zeilen den Leser vor allem gegenüber den Autoren.

Dieses Buch ist eine einzige Katastrophe. Es bedient die Klischees konservativer Gesellschaftspessimisten nur zu Genüge und katapultiert sich dabei ohne große Anstrengung selbst ins Abseits. Die Autoren sind lediglich in der Lage mäßig lustige und selbst konstruierte Beispiele zu formulieren, die einem schon nach Kapitel 1 ein regelmäßiges Gähnen bescheren.

Das Buch plädiert auf Lexikonwissen. Der alles sagende Generation-Doof-Test lautet wie folgt:

  1. Wie heißt der erste deutsche Bundespräsident?
  2. Wie heißen die 3 längsten Flüsse Deutschlands?
  3. Durch welche Bundesländer fließen sie?

Selbst seien sie nicht in der Lage die Fragen zu beantworten. Damit entziehen sie sich mit ihrem Buch jeglicher Verantwortung. Um das zu belegen, hätten sie allerdings diese Fragen gar nicht erst stellen müssen. Schon ohne diesen ultimativen Doofen-Test wird schnell klar, dass es den Autoren nur um plakativ-populistische Prangerfragen geht ohne auch nur den Ansatz einer Lösung parat zu haben.

“Eines steht zumindest fest: Die geistige Fähigkeit der Generation Doof schrumpfen immer weiter auf Bröckchengröße. Das Hirn des Durchschnittsschülers scheint weniger Kapazitäten zu besitzen als ein alter Commodore 64. Gedächtnisforscher haben herausgefunden, dass der geistige Arbeitsspeicher eines Schülers nur zu zwanzig Prozent vom Lehrer gefüllt wird, weitere zwanzig Prozent werden vom Sitznachbarn beansprucht. Die restlichen sechzig Prozent dösen im Standby-Modus vor sich hin.” (Generation Doof, Seite 87)

Nach so einem Absatz liegt die Annahme nahe, dass vor allem die Selbstreflexionsbereiche der Autorenhirne gemütlich im Standy-Modus schlummern. Jeglichen statistischen oder sonstigen Nachweis sucht man vergeblich.

Es ist völlig richtig, dass sich die Wissensschwerpunkte in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Wie viele Menschen ziehen heute einen unmittelbaren persönlichen Vorteil daraus, einen Schiller oder Goethe zitieren zu können? Eher weniger. Die Anforderungen haben sich ganz einfach verändert.

Die gute alter Zeit von vor 80 Jahren beschwören die Autoren, dabei sind sie selbst noch keiner 40 Jahre alt. Mentale Frühvergreisung?

Prädikat: Mangelhaft.

Eigene Meinung bilden? Generation Doof bei amazon kaufen (und dem frischr-Blog ein paar Prozent schenken).

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Tipps zur musikalischen Arbeitsuntermalung

Mai 5th, 2008 Hannes gepostet in Persönliches 6 Kommentare » 1,693 mal gelesen

Heute mal ein paar Empfehlungen für Musik, die beim Bügeln nicht stört. Und beim Arbeiten mitunter die Kreativität anregt. Selbstverständlich alles kostenlos und frei empfänglich. Voraussetzung: Internet, ein Paar Boxen, wahlweise Kopfhörer. Die Bewertung ist meine persönliche Meinung.

  • Lounge-Radio.com rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gif
    Lounge, Downtempo, Chillout, House, minimal Electro
    Ein Internetradio, das ausschließlich Musik spielt und bislang auf Werbung verzichtet. Ausgenommen ganz vereinzelte Eigenwerbung. Wird aus der Schweiz gesendet (wie so viele Webradios). Häufige “Special Shows” von Gast-DJs, die wiederum zum Erweitern der persönlichen Playlist animieren.
    iTunes-Stream (128kbit)
    Winamp-Stream (128kbit)
    Winamp-Stream (64kbit, AAC+)
  • #Musik.Lounge rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    Ambient, (Nu)Jazz, Downtempo, Latin, Chillout
    Gesprochen: “Raute-Musik Lounge”. Ebenfalls ein Internetradio. Von und mit Bernd Niedergesäß, der ursprünglich das Webradio radio42 betrieb. Aus lizenzrechtlichen Gründen wechselte das Programm vor einigen Jahren zu #Musik, ist inhaltlich aber ziemlich gleich geblieben. Durch den Wechsel und für die Finanzierung der Streams mit gelegentlicher Werbung. Die ist ansich nicht so schlimm, würde sie sich nicht ständig wiederholen. Leider ist der Stream nicht der stabilste aber wenn man Glück hat, macht das Zuhören Spaß.
    iTunes-Stream (128kbit)
    Winamp-Stream (128 kbit)
    Winamp-Stream (64kbit AAC+)
  • XTC-Radio rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gif
    Electro, House, Deep House, Trance, Minimal Electro
    Sicherlich ein etwas “härterer” Sender mit vielen elektronischen Beats. Jedoch nicht übertrieben hart und geeignet für alle Lautstärken. Häufig Gast-DJs mit speziellem Programm. Ich habe durch das Programm schon einige sehr gute Interpreten kennen gelernt, die ihre Musik auch kostenlos im Netz anbieten. Einzige Kritikpunkte: Das Programm wiederholt sich nach einigen Tagen und der Stream ist manchmal etwas inkonsistent. Dennoch 5 Sterne.
    Winamp-Stream (128kbit)
  • Kontempo Loungesessions via play.fm rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    Electronica, Techno, Electrotech, Ambient, Lounge
    Tschuegge J. Buchs hat bis vor etwa einem Jahr in Wochenabständen über 50 Lounge-Sessions kreiert und diese online zur Verfügung gestellt. Via play.fm (Registrierung leider erforderlich) kann man sich diese Stream anhören. Natürlich auch in Winamp, iTunes & Co. Auf play.fm sind die Playlists verfügbar. Wegen der Registrierungsprozedur gibt’s einen Stern Abzug. Aber wenn man sich die Streams einmal gebookmarkt hat, braucht man die Website nicht mehr ansurfen.
  • Hardjet Playground Podcast rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    Electronica, Techno, Electrotech, Ambient, Lounge
    Wie der Name schon sagt, eigentlich ein Podcast. Bisher gibt es sieben Episoden, die jede für sich wirklich was Besonderes geworden ist. Es macht viel Spaß, diese Zusammenschnitte mehr oder minder bekannter Titel zu hören. Der Podcast kommt komplett ohne Werbung und gesprochenes Wort aus.
  • Caley Martins Global Music Collaboration rating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_on.gifrating_off.gif
    House, Deep Hous, Electronic
    Caley Martin bietet seine Mixes zu eletronischer Musik als Stream oder Download an. Thematisch passt er am Besten zum XTC-Radio. Manche Streams sind etwas langatmig. Generell jedoch sehr gute unterschwellige Musik mit luftigen Beats zum kreativen Arbeiten.
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Wie maximiere ich meinen Mehrwert bei BarCamps?

Mai 1st, 2008 Hannes gepostet in Persönliches, web 2.0 7 Kommentare » 1,370 mal gelesen

Angeregt durch diesen Artikel.

Auf dem EduCamp Mitte April wurde ich von mehreren Leuten unabhängig gefragt, was eigentlich das Besondere an einem BarCamp sei. Hinzu kam, dass ich die eigentliche BarCamp-Eröffnung machte und den Teilnehmern kurz erläuterte, wie der Ablauf mit Session usw. ist. Wie so ein BarCamp “handwerklich” abläuft (Sessionplan, persönliche Vorstellung mit drei Tags usw.) ist schnell erklärt. Wie man jedoch aus einem BarCamp den größten Mehrwert zieht, das bedarf eines etwas tieferen Nachdenkens.

Zu erst müssen die Voraussetzungen einmal geklärt werden. Nehmen wir ruhig das EduCamp als Beispiel. Die Erwartung an hohes Output waren hier, im Vergleich zu einem “konventionellen” BarCamp, hoch. Und das ist auch schon der erste entscheidende Punkt. Auf dem BarCamp wurde unter anderen von J.-P. Martin laut, dass er sich gewünscht hätte, dass die Partizipation und die Diskussion schon im Vorwege über irgendwelche beliebigen web2.0igen Anwendungen stattgefunden hätte. Das hieße, das die Themen allesamt schon hinreichend diskutiert worden wären und das BarCamp lediglich die Spitze des Eisberges dargestellt hätte.

Diese Herangehensweise ist uneffektiv. Sie verlangt, dass alle Teilnehmer ab, sagen wir, 30 Tage vor dem BarCamp intensiv in Foren oder Wikis einlesen und mitdiskutieren. Vorteil:

  • Die Diskussionen auf der Veranstaltung selbst könnten vermutlich sehr viel weiter oben einsteigen.

Nachteile:

  • Die Teilnehmer, die sich nicht intensiv eingelesen haben, hätten Schwierigkeiten zu folgen,
  • die Diskussionen würden aller Wahrscheinlichkeit nach eh noch einmal von vorne beginnen und
  • (das Schlimmste): der Sinn der Sessions ginge völlig verloren. Teilnehmer müssten sich konsequenterweise schon vor dem BarCamp festlegen, welche Sessions sie besuchen. Zum einen geht die Flexibilität verloren, zum anderen wäre es schwierig auf spontane Neuangebote zu reagieren

Um einen gemeinsamen Nenner zu finden, müsste der Anspruch an eine Session erst einmal geklärt werden. Eine Session dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten. Diese Länge ist sinnvoll, um möglichst viele Themen an einem Tag unterzubringen. Und genau hier steckt der “Casus Knacktus”. Es geht zuerst einmal um die Quantität, möglichst viele Themen an einem Tag oberflächlich anzuschneiden. Durch eine Session finden sich interessierte Leute zusammen, tauschen sich grob aus und finden bestenfalls einen gemeinsamen Diskussionsansatz. Es kann aber in 45 Minuten gar nicht der Anspruch existieren, einen möglichst großes Output, möglicherweise ein Ergebnis zu erzielen. Die Zeit reicht eben “nur” für das Knüpfen wichtiger Kontakte.

BarCamp schematisch

Genau hier setzt die eigentliche “Partizipation” ein. Angemessene Plattformen, wie z.B. Mixxt, ermöglichen den Teilnehmern, sich nachhaltig zu vernetzen, Themen aufzugreifen, zu diskutieren und hierdurch Output in Form konkreter Ergebnisse zu realisieren. Die Verwendung persönlicher Blogs ist wegen der Dezentralisierung der Themen als kritisch zu betrachten.

Da bei den meisten BarCamp-Organisationen Themenvorschläge schon im Vorfeld geäußert werden, sollte diese Gelegenheit genutzt werden, um für die jeweilige Session eine Wiki-Seite anzulegen. Während der jeweiligen Session tragen sich die Teilnehmer in die Wiki-Seite ein und notieren Ausgangspunkte für Diskussionen. So erstellt man möglichst früh und effektiv eine Basis für die eigentliche Vielfalt, die nach einem BarCamp erst entstehen kann.

Dieses Thema sollte in Zukunft bei (vor allem bei themenorientierten) BarCamps sehr viel mehr kommuniziert werden, um von vorn herein den Teilnehmern eine möglichst effektive Veranstaltung zu gewährleisten. Der Ansatz gegenüber einer konventionellen Konferenz ist ein anderer. Die Denkweise, das Internet zu mehr, als zum Buchen von Billigflügen zu benutzen hat sich bei vielen Internetnutzern noch nicht durchgesetzt.

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EduCamp – oder: immer diese Änderungen in letzter Sekunde

April 2nd, 2008 Hannes gepostet in Persönliches, Projekte, Studium, web 2.0 Keine Kommentare » 772 mal gelesen

EduCamp 2008 LogoEine Besonderheit am EduCamp ist, dass es einen thematischen Schwerpunkt hat, welcher von dem eines “klassischen” BarCamps abweicht. Wohingegen auf einem BarCamp überwiegend Teilnehmer aus der neuen Webszene anwesend sind und von der unkonventionellen Kongressform nicht überzeugt werden müssen, sind die Adressaten des EduCamps weiter verstreut und müssen für dieses Event “gelockt” werden.

Ein Teil des Promotionkonzeptes ist es somit, Plakate an den thüringer Universitäten aufzuhängen, um damit Studenten anzusprechen, die nicht täglich alle einschlägigen Newsseiten der neuen Webszene abgrasen und die, die von einem mixxt-Netzwerk noch nie etwas gehört haben. Da ist es naheliegend das Plakat so zu gestalten, dass es Aufmerksamkeit erzeugt, neugierig macht und nachhaltig Interesse weckt. In zwei Meetings entwickelten Laurin und ich also ein Konzept für das Plakat, welches natürlich Inhalt, Layout, Fotos und vor allem Dingen einen auffälligen Teaser beinhaltete: Thematisch auf dem BarCamp aufbauend und vor allem Aufmerksamkeit “erhaschend”:

“Kaffeepausen addicted? Keine Pausendiskussion ohne Dich?”

Dieser Teaser hat eine eindeutige Funktion: Aufmerksamkeit erzeugen, die Augen auf das Plakat lenken.
Über die Tage hinweg wurde viel an dem Plakat herumgewerkelt, mit und ohne mir. Beim schlussendlichen Meeting mit den anderen Orgamitgliedern, bei dem ich leider nicht dabei sein konnte, kam allerdings auf einmal der besagte Teaser wieder auf den Tisch. Eine mittenmal vorhandene Mehrheit stellte fest, dass der Teaser thematisch zu sehr vom EduCamp abweicht und wurde deshalb ohne meine Zustimmung abgewandelt in “Education addicted? Keine Pausendiskussion ohne Dich?”. Meiner Meinung nach verliert der Teaser dadurch völlig seine “Brisanz” und wirkt eher abgedroschen und langweilig.

Dieses Beispiel ist ein typischer Fall für Änderungen, die das Ergebnis “verschlimmbessern” und den Bezug zur ursprünglichen Idee bzw. der ursprünglich angedachten Wirkung völlig verlieren.

Ich erlebe diese “Änderungen in letzter Sekunde” häufiger, kenne sie auch noch aus meiner Ausbildungszeit und stelle immer wieder fest, dass dies meistens unüberlegt passiert und den Bezug zur ursprünglichen Idee verliert. Kennt Ihr das auch? Was sagt Ihr dazu?

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Du Kunde oder Sie Kunde?

März 23rd, 2008 Hannes gepostet in Net Economy, Persönliches, web 2.0 Keine Kommentare » 993 mal gelesen

Das Gefühl führe ich mir schnell vor Augen, wenn ich an eine Situation denke, in der ich eine Person per Mail oder persönlich duze, wo mir mein Innerstes eigentlich sagt, ich solle diese Person siezen – warum? Weil ich sie noch nicht so persönlich kenne, sodass mir mein Respekt die Höflichkeitsform der Anrede vorschreibt. Dennoch ist es in der Welt des web2.0 Gang und Gebe sich zu duzen. Vielleicht, um die erste Hürde des persönlichen Umgangs – vielleicht unnötige Etiquette – zu umgehen – zugunsten guter Zusammenarbeit.

Zuletzt stand ich vor dieser Entscheidung bei den Willkommen-Mails zum EduCamp. Wir empfangen einerseits interessierte Studenten, andererseits Unternehmensvertreter und hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, alle neue Mitglieder zu duzen. Wer sich in die Welt der BarCamps begiebt wird geduzt. In einen gewissen Konflikt kam ich allerdings, als sich ein Professor von mir anmeldete, den ich sonst natürlich sieze.

Im Übrigen ging ich auf eine Schule, in der es üblich war, sich zu duzen. Also auch Schüler die Lehrer (es war nicht die Waldorfschule). Schon von daher habe ich eine distanzierte Ansicht zu diesem Thema, weil es einigen Mitschülern nie beigebracht wurde, differenziert darüber zu entscheiden, wie man seinem Gegenüber auftritt.

Ich komme übrigens auf das Thema, weil das zweinull.cc-Blog sich selbigem gewidmet hat: Wie gehe ich damit um, dass ich eine Siez-Mail erhalte, wo ich es eigentlich gewohnt bin zu duzen? Antworte ich per Du?

Wie seht Ihr dieses Thema? Sollten wir durch Penetranz unsere Mitmenschen dazu bringen, sich zu duzen?

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Hannes hört gerade: Schiller – Sehnsucht

März 10th, 2008 Hannes gepostet in Persönliches, Projekte Keine Kommentare » 837 mal gelesen

Am 22. Februar kam das neue Album “Sehnsucht” von Schiller in die Läden. In zwei unterschiedlich extravaganten Aufmachungen erscheint nun ein Album, was vor Star-Gastauftritten nur so strotzt. Ich habe mal reingehört und schreibe, ob sich der Kauf lohnt.

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Christopher von Deylen aka Schiller hat diesemal viel Anlauf geholt, bevor er sein neues Album “Sehnsucht” veröffentlichte. Das letzte Album “Tag und Nacht” erschien 2005. Aufmerksam bin ich geworden, als Schiller im Februar bei NDR2 im Radio zu hören war und dort sein Album präsentierte. Die angespielten Titel klangen alle recht vielversprechend und beinhalten zum Teil große Gast-Namen, die Xavier Naidoo, Kim Sanders und Jette von Roth.

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Im Laden hat man erstmal die schwere Entscheidung zwischen zwei Versionen – entweder die CD mit Bonus-DVD oder die “Bigbox” mit 2 CDs und DVD mit noch mehr Nullen und Einsen drauf. Argh, als langjähriger Freund der Schiller-Musik musste es dann die knapp 30 Euro teure Bigbox sein – ich könnte ja was verpassen :-)

Also zu Hause angekommen und erstmal ins Laufwerk geschoben. Welch Freude: Die CD lässt sich ohne Weiteres in iTunes kopieren. Gesagt, getan. Seitdem die CD auch nicht mehr aus der überaus aufwendig gestalteten Hülle genommen.

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Nun zum Inhalt: Jeweils die ersten Titel der beiden CDs sind unverkennbar Schiller. Fast schon etwas eintönig. Die Koproduktion mit Xavier Naidoo ist sehr melodisch, haut mich aber nicht vom Hocker. Die eigentlichen Qualitäten der CD tauchen erst in der Mitte der ersten CD auf, als ich auf einmal das Bedürfnis verspürte den Titel 12 noch einmal zu hören – jedoch diesmal mit stärker aufgedrehter Anlage. Uaaah, Gänsehaut! Ähnliches setzt sich auf der zweiten CD fort. Deshalb auch die Empfehlung an Schiller-Fans: Wenn schon, denn schon. Lieber gleich die Bigbox.

Die DVD ist ein nettes Gimmik und wohl als Kaufargument beigelegt. Hätte aber nicht sein gemusst. Es ist kein komplettes Livekonzert enthalten, wie soll es auch? Die Live-Tour steht erst noch an. Die anderen Inhalte sieht man sich eh nicht mehr als einmal an.

Die Bigbox enthält noch ein 36-seitiges Booklet mit Songtexten und Informationen über die Gäste.

Fazit: Definitiv keine neue CD mit Schiller-Einheitsbrei, sondern zum Teil wirklich inspirative neue Musik mit großartigen Instrumental-Parts. Für jeden Schiller-Fan ist die Bigbox ein Muss, für jeden Lounge-Freund reicht auch die “einfache” Version mit nur einer CD. Hörbar sind sie alle beide sehr!

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