Scrum

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03. Nov
Scrum

Man muss seinen Perso abgeben, wenn man dieses Gebäude betreten will. Im Gegenzug erhält man einen Besucherausweis, der eines der Drehkreuze öffnet. Ein gewaltiges Gebäude, welches vor nicht mal zwei Jahren fertig gestellt wurde. Das Drehkreuz passiert, eröffnet sich einem ein fast 500 Meter langer Flur. Und das mal drei Etagen.

Warum sitze ich nun direkt bei BMW? Der Grund ist eine Neuorganisation des Projekts. Es wurde jüngst alles auf Scrum umgestellt und ich sitze nun mit allen beteiligten Unternehmen in einem großen Projektraum zusammen. Nunja, „großer“ Projektraum. Trotz gigantischer größe des Gebäudes stehen uns für die geschaffenen Scrum Teams nur wenige Projekträume zur Verfügung. Der Begriff Legebatterie beschreibt es ganz gut. Eine Gefahr, dass ich den anderen fünf Kollegen an meinem Tisch auf den Bildschirm schiele besteht nicht. Mangels Bewegungsfreiheit ist mein Blick dauerhaft auf meinen Laptopdeckel gerichtet.

Effizienzsteigernd soll diese Methode sein, ich habe da noch meine ernsthaften Zweifel. Neben der engen firmenübergreifenden Zusammenarbeit bedeutet Scrum auch die Nutzung vieler bunter PostIt Zettel, die wir überall hin kleben, um Aufgaben zu formulieren. Ganz besonders geeignet ist diese Form des Projektmanagements übrigens für Bullshit-Bingo-Profis. Hindernisse heißen hier Impediments, Aufgaben gibts nur als Tasks und wann eine Aufgabe fertig ist, steht in der Definition of Done (großartiger Comic dazu).

Soweit also ein paar ungeordnete Gedanken zum aktuellen Projekt.

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