Rezension: Generation Doof(e Autoren)20.05.08
Wie blöd sind wir eigentlich? Dieser Leitsatz war den Autoren Anne Weiss und Stefan Bonner Frage und Aussage genug, um darüber ein 334 Seiten dickes Buch zu schreiben. Eine Art Blitzlichtanalyse sollte es werden. Verblödet eine ganze Generation? Diese Frage versuchen die Autoren auf den Grund zu gehen.
Niklas glaubt, der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpol. Und Tamara-Michelle hält den Bundestag für einen Feiertag. So steht die Einleitung auf dem Klappentext des Buches. Eine gewisse Provokation ist an dieser Stelle richtig platziert. Allerdings provozieren diese Zeilen den Leser vor allem gegenüber den Autoren.
Dieses Buch ist eine einzige Katastrophe. Es bedient die Klischees konservativer Gesellschaftspessimisten nur zu Genüge und katapultiert sich dabei ohne große Anstrengung selbst ins Abseits. Die Autoren sind lediglich in der Lage mäßig lustige und selbst konstruierte Beispiele zu formulieren, die einem schon nach Kapitel 1 ein regelmäßiges Gähnen bescheren.
Das Buch plädiert auf Lexikonwissen. Der alles sagende Generation-Doof-Test lautet wie folgt:
- Wie heißt der erste deutsche Bundespräsident?
- Wie heißen die 3 längsten Flüsse Deutschlands?
- Durch welche Bundesländer fließen sie?
Selbst seien sie nicht in der Lage die Fragen zu beantworten. Damit entziehen sie sich mit ihrem Buch jeglicher Verantwortung. Um das zu belegen, hätten sie allerdings diese Fragen gar nicht erst stellen müssen. Schon ohne diesen ultimativen Doofen-Test wird schnell klar, dass es den Autoren nur um plakativ-populistische Prangerfragen geht ohne auch nur den Ansatz einer Lösung parat zu haben.
“Eines steht zumindest fest: Die geistige Fähigkeit der Generation Doof schrumpfen immer weiter auf Bröckchengröße. Das Hirn des Durchschnittsschülers scheint weniger Kapazitäten zu besitzen als ein alter Commodore 64. Gedächtnisforscher haben herausgefunden, dass der geistige Arbeitsspeicher eines Schülers nur zu zwanzig Prozent vom Lehrer gefüllt wird, weitere zwanzig Prozent werden vom Sitznachbarn beansprucht. Die restlichen sechzig Prozent dösen im Standby-Modus vor sich hin.” (Generation Doof, Seite 87)
Nach so einem Absatz liegt die Annahme nahe, dass vor allem die Selbstreflexionsbereiche der Autorenhirne gemütlich im Standy-Modus schlummern. Jeglichen statistischen oder sonstigen Nachweis sucht man vergeblich.
Es ist völlig richtig, dass sich die Wissensschwerpunkte in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Wie viele Menschen ziehen heute einen unmittelbaren persönlichen Vorteil daraus, einen Schiller oder Goethe zitieren zu können? Eher weniger. Die Anforderungen haben sich ganz einfach verändert.
Die gute alter Zeit von vor 80 Jahren beschwören die Autoren, dabei sind sie selbst noch keiner 40 Jahre alt. Mentale Frühvergreisung?
Prädikat: Mangelhaft.
Eigene Meinung bilden? Generation Doof bei amazon kaufen (und dem frischr-Blog ein paar Prozent schenken).


Danke für die Rezension. Vielleicht sind die in ihrem Generation-Golf (50PS ?) noch nicht in 2008 angekommen. Bei mentaler Frühvergreisung unter 40 empfehle ich z.B. social-networking
) Dann schreibts sich auch wieder besser!
Hallo Alexander! Danke für Deinen Kommentar!
Zumindest ist social networking nachhaltiger, als das Abfragen von Faktenwissen.
P.S. Die Bewertung oben über dem Beitrag mit den Sternen bezieht sich übrigens auf den Beitrag und nicht auf das Buch.
[...] Rezession im Frischr Blog Mit anderen teilen: [...]
Hallo – seit neustem gibt es auch eine Website der Autoren: http://www.generation-doof.com – Infos zu den Autoren, zum Buch, zum neuen Buch (!) und zur Tour (!!)
Liebe Grüße
Ann-Kathrin
[...] zum Buch: Spiegel Online – Interview mit den Autoren Verlagshomepage mit Leseprobe faz.net frischr literaturforum.de Kommentar [...]
NARUTOist eine weltweit erfolgreich und berühmte Manga-Serie aus der Feder des Mangaka Masashi Kishimotos,
welche auch als Anime umgesetzt wurde.
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt, die haupts?chlich aus der Sicht NARUTOs beschrieben und erz?hlt wird.
Er ist das Problemkind des Dorfes Konohagakure. Er ist weder ein besonders guter Akademie-Sch?ner, noch ein braves Kind. Die Dorfbewohner meiden ihn,da in ihm der Kyuubi-no-Youko,
welcher einst das ganze Dorf zu zerst?ren drohte und dabei viele Menschen get?tet hatte, versiegelt wurde.
NARUTOs gro?er Traum ist es, Hokage zu werden in der Hoffnung, dass die Dorfbewohner ihn dann respektieren und achten würden.
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Der Manga NARUTO erschien in Japan erstmalig 1999 w?chentlich in Einzelkapiteln des Manga-Magazins Weekly Sh?nen Jump des Shueisha-Verlags.
Diese Einzelkapitel sind bisher in etwa 47 Sammelb?nden zusammengefasst.
Auf deutsch erschien die Manga-Serie erstmals von 2001 bis Dezember 2005 im mittlerweile eingestellten monatlichen Manga-Magazin BANZAI! von Carlsen Comics.
Seitdem Calsen die Produktion der BANZAI! eingestellt hat, sind im drei- bis viermonatigen Rythmus die deutschen B?nde NARUTO in den L?den erschienen.
Bisher sind schon über 35 Taschenbücher in Deutschland erschienen.
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