bemite. Zeiterfassung in einfach
bemite. Zeiterfassung in einfach
22. Feb
Zeiterfassung ist ein leidiges oder ein sehr erquickendes Thema, je nach Sichtweise. Jedenfalls bedarf konsequente Zeiterfassung einer gewissen Selbstdisziplin – vergisst man einmal seinen Stundenzettel zu schreiben, ist es später meistens schwierig sich zu erinnern, wie lang man genau an welchem Projekt gearbeitet hat. Aber auch als nicht-Freelancer oder Selbständiger ist es mal interessant zu wissen, wie lang man eigentlich effektiv an einem Projekt gesessen hat. Bekommt man zu einem späteren Zeitpunkt eine Angebotsanfrage, hat man eine Basis, auf der man sein Honorar kalkulieren kann. In den Zeiten des modernen Internets ist die Zeiterfassung mit Excel vorbei. Da gibt’s besseres. Ich möchte mite. vorstellen.
2006 starteten Julia Soergel und Sebastian Munz mit dem Online-Zeiterfassungstool mite. und hatten sich eine klare Marschrichtung vorgegeben: Eine exzellente Anwendung, die von den Usern begeistert genutzt und von den Entwicklern begeistert entwickelt wird. Das Tool ist auf dem besten Weg dahin.
Das Besondere an mite.: es ist in der Funktion umfassend, dabei in der Bedienung aber nicht komplex. Die Zielgruppe sind Freelancer und kleine Agenturen, dementsprechend ist der Funktionsumfang ausgerichtet.
Zu aller erst legt man sich ein Hauptbenutzerkonto an, in dem der Agenturname, der persönliche Name und eine E-Mailadresse hinterlegt werden. Dann kann es schon losgehen. Die Zeiterfassung erfolgt stets nach der Hierarchie Kunde -> Projekt -> Aufgabe -> Zeit. Einen Kunden legt man einmalig an, wobei der Kunde nur aus Name und wahlweise einer Notiz besteht. Völlig ausreichend. Im der nächsten Ansicht legt man ein Projekt an und teilt es einem Kunden zu. Wahlweise legt man ein Stundenbudget fest, welches man für dieses Projekt kalkuliert hat. Das war’s schon.
Legt man mit einer Aufgabe los, wählt man unter “Zeiten” ein Projekt aus, fügt wahlweise eine spezielle Aufgabe hinzu und klickt auf “Erstellen”. Nun läuft eine Stoppuhr los, die solange die Zeit nimmt, bis man wieder auf die Stoppuhr klickt. Die Website kann man zwischenzeitlich freilich schließen. Anschließend wird die Aufgabe automatisch mit der gestoppten Zeit zu den Reports gelegt. Möchte man ein Zeit nachträglich erfassen, trägt man diese in Stunden und Minuten einfach neben dem Kunden ein; die Stoppuhr wird in diesem Fall nicht gestartet.
Die nächste tolle Eigenschaft ist die Reporting-Funktion, die einem die erfassten Zeiten darstellt. Entweder in der Übersicht aller Projekte oder runtergebrochen bis auf einen einzelnen Tag/einzelnes Projekt. An diese Stelle gibt es einen kleinen Kritikpunkt: Die Druck-Funktion druckt die Seite direkt aus dem Browser heraus. Die Menüleiste wird zwar nicht mitgedruckt aber (zumindest unter Firefox) leider auch nicht die netten Grafiken. Hier wäre die Ausgabe als PDF-Dokument vielleicht sinnvoller.
Noch ein Wort zur Benutzerverwaltung.
Man hat die Möglichkeit, neue Benutzer hinzuzufügen, die einen eigenen Zugang erhalten. Als Hauptbenutzer bestimmt man, ob der neue Benutzer auf alle oder nur einzelne Projekte zugreifen können soll. Das ist natürlich sinnvoll, wenn man mit einem weiteren Freelancer an einzelnen Projekten zusammen arbeitet.
Fazit
Mir gefällt vor allen Dingen die wirklich einfache Handhabung und selbsterklärende Benutzerführung. mite. ist ein sehr brauchbares Zeiterfassungstool. Die Oberfläche ist nach modernen web2.0-Standards designed, bietet eine Menge AJAX-Funktionen, um mit dem Tool schnell arbeiten zu können. Dazu bietet mite. alle notwendigen Funktionen, die man als kleine Agentur oder Freelancer braucht. Dabei sollte es auch bleiben.
Was mir fehlt, sind eine Exportfunktion der Reports als PDF-Dokument. Ein nice-to-have wäre noch eine Möglichkeit die Oberfläche farblich etwas anzupassen. Ich hätte das Tool gerne in den Farben von frischr
Prädikat: empfehlenswert
- Mite
- Mite-Blog
- Tool-Login (via SSL)

Ein klasse Posting, Hannes, wir danken für die netten Worte – und ebenso für die Verbesserungsvorschläge.
Die von uns zur Darstellung der Diagramme im Reportsbereich verwendete Bibliothek verursacht leider die Probleme im Druck. Wir sind gerade dabei, uns diesbezüglich nach einer Alternative umzusehen.
Ein zusätzlicher PDF-Export ist für die Zukunft angedacht. Wäre schließlich praktisch, um mal eben dem Kunden eine schicke Übersicht zukommen lassen zu können, ohne den Umweg über den Distiller o.ä. gehen zu müssen.
Danke fürs Feedback! Das nenne ich Service am Kunden
Bin gespannt, wie es mit mite weitergeht. Wir werden über Euren Blog ja sicher informiert.
Definitiv!