Gründer, UX-Designer, Media Entrepreneur und Livestyle Connoisseur



Review: Image S4i White In-Ear Headphones

Category : Persönlich · No Comments · by Aug 30th, 2011
Review: Image S4i White In-Ear Headphones

Nachdem ich die Atomic Floyd aufgrund durchschnittlicher Klangqualität und miesem Tragekomfort weit von mir gestoßen habe (das Design, seufz…), habe…

Review: Atomic Floyd HiDefDrum InEar-Headphones

Category : Persönlich · (2) Comments · by Jun 19th, 2011

Seit längerem bin ich auf der Suche nach einem Upgrade für meine In-Ear Kopfhörer. Dabei bin ich auf die extrem schicken Atomic Floyd HiDefDrum Headphones gestoßen, die es exklusiv in Apple-Stores oder über die Website des Herstellers gibt. Kostenpunkt 150 € und ich habe sie getestet. Hier mein kurzes Review.

Positiv

  • brilliant klarer Klang
  • hervorragende Verarbeitungsqualität
  • sehr gute Haptik
  • textilummanteltes Kabel ist quasi unverhedderbar ;-)
  • großer Funktionsumfang
  • Intelligente iPod-Steuerung über eine einzige Taste

Negativ

  • etwas zu wenig Bass
  • hohes Gewicht, tut nach ner Stunde tragen weh in den Ohren
  • Passform ist jetzt nicht so außergewöhnlich, wie angepriesen
  • Hoher Preis
  • Vertrieb nur über Website oder Apple Retail Stores

Fazit

Den hohen Preis von 150 Euro rechtfertigt allenfalls die Optik, für mich nicht ganz unentscheidend. Die wenig exzellente Klangqualität (weniger Bass als meine Philips-In-Ear im Preissegment 50 Euro) und vor allem das hohe Gewicht machen diese Kopfhörer allerdings für alle die unattraktiv, die auch mal länger als eine Stunde am Stück Musik oder Podcasts hören. Ich habe sie wieder zurück gebracht. Kurios: Als ich die Kopfhörer nach zwei Tagen wieder zurück brachte, waren alle anderen (eingestaubten) Verpackungen aus dem Regal verschwunden.

Fotos: atomicfloyd

Reputation vs. PR-Blabla

Category : Arbeit · (2) Comments · by Dez 6th, 2010

Braucht man ein Auto und hat selbst kein eigenes zur Verfügung geht man zu einer Autovermietung und leiht sich eins aus. Völlig normal. Dass man je nach Kommunikaitonskanal einen unterschiedlichen Preis erfährt, gut, daran hat man sich auch schon gewöhnt. In meinem Fall mietete ich vor einigen Wochen bei der Autovermietung AVIS einen Kleinwagen übers Internet, weil dort das Angebot deutlich günstiger war, als es mir die Dame vor Ort telefonisch machen konnte. Als ich den Wagen vor Ort abholen wollte, beharrte man darauf, dass nun alle PKWs mit Winterreifen ausgestattet seien und der Preis im Internet deshalb falsch sei. Den Betrag in Höhe von über einem Drittel des Mietpreises musste ich vor Ort nachzahlen. Über den Fehler im Internet wisse man Bescheid, könne aber leider nichts machen. Aufgrund der Kurzfristigkeit hatte ich keine Chance auf eine Alternative auszuweichen. Soweit die Vorgeschichte.

AVIS Facebookseite

AVIS Facebookseite. Ein Negativbeispiel für glaubhaften Kundendialog.

AVIS ist seit einigen Wochen mit einer aufwändig gestalteten Seite auf Facebook vertreten. Die Angelegenheit mit den Winterreifen ärgerte mich doch sehr, sodass ich beschloss aufgrund der negativen Erfahrung vor Ort mich auf diesem Wege an AVIS zu wenden. Ich formulierte einen freundlichen Hinweis für den Fehler auf der AVIS-Internetseite und dass ich mir da etwas mehr Kulanz gewünscht hätte. Der Fehler lag eindeutig nicht bei mir. Ich erhielt auch rasch Feedback, dass ich mich mit Auftragsnummer per E-Mail melden solle. Eine freundliche Antwortmail bestätigte mir den Eingang und, dass man sich darum kümmern werde. Dabei blieb es bis heute.

Kundendialog?

Kundenkritik zunächst freundlich beantwortet. Dabei bleibt es leider.

Ist es zu viel verlangt innerhalb von zwei Wochen auf eine Kundenanfrage mit einer Lösung zu reagieren? Nein. Eine kurze Recherche klärt diese Situation auf: Die Person, die mir auf meine Anfrage antwortete ist Angestellte der PR-Agentur Global Communication Experts GmbH. Offensichtlich eine Agentur, die der Autovermietung fälschlicherweise Social Media als weiteren Vertriebskanal verkauft, dabei aber vergessen hat, im Unternehmen Strukturen zu schaffen, über die der Rückkanal auch tatsächlich bedient werden kann.

Das freundliche PR-Blabla, man würde sich rasch um meine Angelegenheit kümmern, ist leider noch immer typisch für die Einstellung deutscher Unternehmen als Antwort auf Kundenkritik. Und letztendlich sind es auch die vielen PR-Beratungen, die uns kleinen engagierten Agenturen die Arbeit schwer machen, in dem sie Social Media als schlichten weiteren PR-Kanal verkaufen und somit auch ihren Kunden einen wertvollen Reputationskanal verschließen. Wer weiß, ob mein Kundenfeedback jemals im Kundenservice, geschweige denn in der AVIS IT, angekommen ist? Man kann nicht unterstellen, dass hier die Kundendialogstrukturen versagt hätten. Vermutlich existieren sie nicht.

Leider ist mir keine Autovermietung bekannt, die sich in Vergangenheit durch offene Kommunikation über Social Media Kanäle besonders hervor getan hätte. Insofern ist Avis noch mal gut davon gekommen.Wünschenswert wäre es trotzdem, dass deutsche Unternehmen ihre Augen öffnen und sich dabei nicht weiter von dem Geschwätz alt eingesessener PR-Schwafeler blenden lassen.

Betriebssport

Category : Arbeit · (2) Comments · by Nov 5th, 2010

Ein mal den Gang auf- und wieder ablaufen: 1km Spaziergang, kann man mal machen. Am Ende des Gangs in das Betriebseigene Fitnessstudio gehen: zu viel Sport ist auch nicht gesund.

Scrum

Category : Arbeit · (2) Comments · by Nov 3rd, 2010

Man muss seinen Perso abgeben, wenn man dieses Gebäude betreten will. Im Gegenzug erhält man einen Besucherausweis, der eines der Drehkreuze öffnet. Ein gewaltiges Gebäude, welches vor nicht mal zwei Jahren fertig gestellt wurde. Das Drehkreuz passiert, eröffnet sich einem ein fast 500 Meter langer Flur. Und das mal drei Etagen.

Warum sitze ich nun direkt bei BMW? Der Grund ist eine Neuorganisation des Projekts. Es wurde jüngst alles auf Scrum umgestellt und ich sitze nun mit allen beteiligten Unternehmen in einem großen Projektraum zusammen. Nunja, „großer“ Projektraum. Trotz gigantischer größe des Gebäudes stehen uns für die geschaffenen Scrum Teams nur wenige Projekträume zur Verfügung. Der Begriff Legebatterie beschreibt es ganz gut. Eine Gefahr, dass ich den anderen fünf Kollegen an meinem Tisch auf den Bildschirm schiele besteht nicht. Mangels Bewegungsfreiheit ist mein Blick dauerhaft auf meinen Laptopdeckel gerichtet.

Effizienzsteigernd soll diese Methode sein, ich habe da noch meine ernsthaften Zweifel. Neben der engen firmenübergreifenden Zusammenarbeit bedeutet Scrum auch die Nutzung vieler bunter PostIt Zettel, die wir überall hin kleben, um Aufgaben zu formulieren. Ganz besonders geeignet ist diese Form des Projektmanagements übrigens für Bullshit-Bingo-Profis. Hindernisse heißen hier Impediments, Aufgaben gibts nur als Tasks und wann eine Aufgabe fertig ist, steht in der Definition of Done (großartiger Comic dazu).

Soweit also ein paar ungeordnete Gedanken zum aktuellen Projekt.

Vier Wochen München

Category : Persönlich · No Comments · by Okt 31st, 2010

Es ist tatsächlich schon der erste Monat rum, den ich hier in München verbracht habe. Meine Eindrücke über die Arbeit und die Stadt will ich hier mal in ein paar Sätzen Revue passieren lassen.

  • München ist keine Großstadt. Zumindest nicht gefühlt. Das wesentliche Leben spielt sich in einem Radius von etwa 3km um den Hauptbahnhof ab. Das Leben, was sich dort abspielt ist geprägt durch viele Touristen, teilweise spießigen Münchnern und wenigen kleinen Szenen, die sich aber stets touristentauglich darstellen.
  • In München spricht kaum jemand bayrisch
  • Es ist erstaunlich, wie kompliziert man öffentlichen Nahverkehr organisieren kann.
  • U-Bahn-Lokführer sind geschwätzige Menschen
  • Hier schließen die Geschäfte um 20 Uhr
  • Es gibt eine Polizeistunde
  • Nirgendwo sonst habe ich in kurzer Zeit so viele Bekannte zufällig auf der Straße oder in irgendwelchen Bars getroffen
  • Es gibt einen Apple-Store und es ist fast unmöglich den Laden zu verlassen, ohne etwas gekauft zu haben
  • Weißwurscht kann man auch noch nach 12 Uhr essen, ohne anschließend tot über den Zaun zu hängen
  • Brez‘n sind auch nicht mehr das, was sie mal waren
  • Mein Obermieter ist ein liebenswerter Mensch, trotz seines kleinen (Künstler-)Schadens
  • Kollegen sind nett, BMW ist ein gigantisches Unternehmen und konzerntypisch chaotisch
  • die BMW-Kantine ist groß, gut und teuer
  • Es gibt Kaffeeautomaten mit Kannenschaltung

Kannenschaltung

Category : Arbeit · No Comments · by Okt 29th, 2010
Ein Kaffeeautomat im BMW IT-Zentrum

Ein Kaffeeautomat im BMW IT-Zentrum

Grüße aus dem BMW IT-Zentrum (Foto vom ITZ). Der nebenstehende Kaffeeautomat steht in der Kaffeeküche der Einheit in der ich momentan arbeite. Die Kannenschaltung wurde übrigens speziell für ITler entwickelt. Sie können sich bei Bedarf via Schlauch direkt unter den Automaten hängen. Das spart Zeit und ist Teil des Scrum-Konzepts.

mein erstes Mal: manomama

Category : Persönlich · (4) Comments · by Sep 27th, 2010

Das Thema oder besser das Wort Nachhaltigkeit erlebt momentan einen derartigen Buzz, dass es sich mehr nach einem Hype anfühlt, anstatt nach einer, nunja, nachhaltigen Bewegung. Dennoch bin ich mittlerweile fest davon überzeugt, dass auch aufgeklärte Menschen ihren Lebensstil nachhaltiger prägen könnten. Ich nehme mich dabei nicht aus. Besonders zum Nachdenken angeregt hat mich die Karmakonsum Konferenz im Juni, eine Konferenz von und für LOHAS sowie für Menschen, die etwas über diese Lebensweise lernen möchten. Seit ich bei der Veranstaltung in Frankfurt war, laufe ich nicht unbedingt mit einer anderen Denkweise durchs Leben aber mit einer neuen Aufmerksamkeit. Ein Schwerpunkt für mich war die Erfahrung, dass nachhaltiges Leben nicht nur ökologische Korrektheit bedeutet, sondern vor allem auch soziale Aufmerksamkeit in Bezug auf die Personen, die den eigenen Konsum erst ermöglichen. Es ist eigentlich wenig verantwortlich, wenn sich durch meinen Konsum die Lebenssituation anderer Menschen verschlechtert. Das muss gar nicht die Gewissenskeule Kinderarbeit sein. Es reicht schon, dass durch Dumpinglöhne im Ausland dort lebende Menschen ihr Leben nicht verbessern können und gleichzeitig Menschen im Inland bei selber oder besserer Qualifikation arbeitslos werden.

"Sauberes Etikett"

Es ist sehr schwer, den eigenen Lebensstil vollkommen nachhaltig zu prägen. Dafür fehlen viel zu viele Informationen und das Angebot, bei dem auf Transparenz Wert gelegt wird, ist relativ klein. Transparenz ist in meinen Augen ein ganz entscheidender Punkt: H&M ist ein Modelabel, welches vor ein paar Jahren schwer in die Kritik geraten ist, weil die Kleidung unter menschenunwürdigen Bedingungen billig produziert wurde. Mittlerweile versucht der Konzern durch sogenannte Nachhaltigkeitsberichte den erlittenen Imageschaden wieder gut zu machen. Versucht man sich durch die Dokumente zu klicken, wird einem schnell deutlich wie unwichtig dem Unternehmen das Thema wirklich ist. Denn viele Dokumente sind veraltet, nicht mehr verfügbar oder teilweise widersprüchlich. Insgesamt fehlt eine Art Beweisführung gegenüber dem Kunden, aus der hervor geht, dass es sich bei dem Nachhaltigkeitsbericht nicht nur um ein schnödes Greenwashingprogramm handelt.

Es gibt andere Methoden, nachhaltig zu konsumieren, als nur darauf zu vertrauen, dass Konzerne aus Angst vor Imageverlust “ihre Aufgabe schon machen werden”. Die Suche nach Alternativen. Speziell in der Textilindustrie ist das Angebot mittlerweile sehr groß geworden. Es gibt diverse Anbieter, die online ihre nachhaltig produzierte Ware vertreiben. Ein Beispiel ist das Augsburger Startup manomama, das auf der Karmakonsum Konferenz einen Gründeraward für öko-sozialen Existenzgründungen gewann. Ich hatte mir vorgenommen, mich generell bei Modelabels mehr über die Produktionsumstände zu informieren und genau das fällt bei manomama angenehm leicht. Die Produktion findet in Deutschland statt und man hat die Möglichkeit über den Onlineshop mit den Schneidern und Schneiderinnen vor Ort direkt Kontakt aufzunehmen. Genau das habe ich jetzt mal ausprobiert und muss sagen, dass es eine Shoppingexperience der besonderen Art war! Abgesehen davon, dass ich mir meine Sweatjacke über den Shop konfigurieren konnte, erhielt ich von der Geschäftsführerin persönlich über Twitter Support bei der Auswahl der richtigen Größe. Bei der Lieferung lag dann ein “sauberes Etikett” bei mit Informationen über alle verwendeten Materialien sowie den an der Produktion beteiligen Mitarbeitern. Das ist für mich eine Art von Transparenz, die glaubwürdig erscheint und für die ich bereit bin ein paar Euro mehr zu zahlen. Vorausgesetzt die Qualität und der Lifestylefaktor stimmen. Ganz im LOHAS-Stil kann man sich bei manomama darauf aber verlassen.

Nächster Halt: München

Category : Arbeit · No Comments · by Sep 24th, 2010

Ich könnte jetzt sonst was schreiben zum vergangenen Semester. Habe auch tatsächlich zweimal angefangen, um anschließend alles wieder zu verwerfen. Nur so viel: Das Unisemester hinter mir war stressig, die vielen Projekte haben mich zum Teilzeitwahnsinnigen mutieren lassen und ich bin froh, dass es vorbei ist. Uni, Arbeit und Privates unter einen Hut zu bekommen war nicht immer einfach aber das sind die Herausforderungen, die ich suche. Wie geht‘s nun weiter?

Meine Bemühungen letztes Jahr die Social Media Schmiede als Methoden- und Diskussionsplattform zu etablieren trägt nun schon seit einiger Zeit sonnengereifte Früchte. Eine große Ehre ist es mir, dass ich deshalb schon einige interessante Projekte angeboten bekam und gelegentlich Einladungen als Gastredner zu Veranstaltungen erhalte. Es ist nicht ganz einfach allen Anfragen nachzukommen, deshalb unterstützt mich seit ein paar Monaten Andreas Kühn tatkräftig mit seinem Know-how aber vor allem mit seiner kritischen Meinung. Mittlerweile treten wir zunehmend gemeinsam auf. Bei Veranstaltungen, auf denen ich nicht persönlich anwesend sein kann vertritt Andreas die Agentur und mich ehrwürdig.

Es geht erfreulich schnell vorwärts mit der Schmiede. Als nächstes steht ein größeres Inhouseprojekt an. Ich werde für einige Monate nach München gehen und vor Ort ein IT-Systemhaus bei der Personalisierung der BMW-Website unterstützen. Wenngleich ich damit einige sehr interessante Projekte aus der Schmiede nicht betreuen kann, freue ich mich sehr auf die Zeit. Das Projektteam wird sich aus mehreren internen und externen Experten mit verschiedenen Schwerpunkten zusammensetzen. Insbesondere bei Großprojekten wie diesem, kann solch ein Team den Professionalisierungsgrad fast beliebig in die Höhe treiben oder ins Unendliche abstürzen lassen. Diese Herausforderung reizt mich ganz besonders und ich bin sehr gespannt, wie sehr ich meine Erfahrung auf dem Gebiet einbringen kann. Ich hoffe stark auf eine gute Projektleitung und sehe meine größte Aufgabe dabei in der plausiblen Formulierung von Methoden und Zielen.

Jetzt heißt es jedenfalls erst mal frischr zu konsolidieren, damit der Betrieb auch während meiner Abwesenheit weiter stattfinden kann. Ich bin gespannt und nehme mir vor zu berichten ;-)

Achja, von Euch kennt nicht zufällig jemanden, der jemanden kennt, der ein WG-Zimmer in München von Oktober bis Dezember zwischenvermieten will?

Kommunikation à la Bahn: Zum Glück gibt’s Agenda Setting

Category : Persönlich · No Comments · by Jul 15th, 2010

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Die Temperaturen steigen auf eine Marke jenseits der 30 Grad und der passionierte Bahnfahrer weiß sich auf das Chaos einzustellen. Viele, darunter auch ich, können schon nicht mehr zählen, wie viele kostenlose Getränke ihnen die Bahn aufgrund ausgefallener Klimaanlagen ausgegeben hat.

Doch irgendwas scheint dieses Jahr anders zu sein. Genau, es war die Schulklasse am Wochenende des 11. Julis, die aus einem überhitzten ICE evakuiert werden musste und somit die deutschen Medien auf den Plan rief. Und seit dem scheint das Thema plötzlich so akut zu sein, dass es die Bahn PR-technisch ins Straucheln bringt – wieder ein mal.

Medienanalytisch ist der Ausfall der Klimaanlagen weniger interessant, als der Aspekt, dass bei solchen Sommerloch-typischen Themen Agenda Setting nach wie vor prima zu funktionieren scheint. Während die Bahn zunächst von einem „bedauernswerten Einzelfall“ spricht, greifen diverse Onlinenachrichten das Thema auf und halten es seit Tagen auf den Startseiten ihrer Websites – plötzlich räumt die Bahn Mängel ein und kündigt an, sich bessern zu wollen. Das Thema scheint – zumindest online – in aller Munde. Man hat jedoch eher das Gefühl, manch Twitterer nimmt die Bahn in Schutz. Das allseits beliebte „Bahn bashing“ verbreitet sich kaum.

Vielleicht ist es aber auch eine resignierte Haltung des Twittervolks: Bahn-Tweets werden eh nur von Leidensgenossen wahrgenommen. Auch nach Jahren großer „Der Kunde ist König“-Töne, ist die Bahn in den Weiten des Social Webs nicht aufzufinden. Vermutlich ist die Angst davor zu groß, auf ein Thema ad hoc ehrlich antworten zu müssen, um im Shitstorm nicht zu viele Federn zu lassen.

Es gibt offenbar Unternehmen, bei denen das Twitter-Kollektiv wenig Macht ausüben kann. Doch zum Glück ist das Bahnfahren unter Journalisten weit verbreitet. Gut, dass Agenda Setting noch funktioniert.

[Crosspost zur Social Media Schmiede]